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Münster, 24.6.2018
Lettische Unternehmen exportieren ein Viertel weniger nach Russland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 16. März 2016 um 16:35 Uhr

EU-Sanktionen und russisches Handelsembargo: Die einen trifft es, die anderen nicht

Russische Kohlewaggons EU-Sanktionen, russische Einfuhrverbote und die Rubelabwertung haben die lettische Wirtschaft negativ beeinflusst, aber nicht „dramatisch“ - so lautet das Fazit von Andris Strazds, Ökonom der Latvijas Banka, der lettischen Nationalbank, im Interview mit lsm.lv. Lettische Unternehmen machten zwar 2015 etwa 200 Millionen Euro weniger Umsatz mit russischen Importeuren, Lettlands Gesamtexport nahm dennoch leicht zu. Die russischen Importverbote trafen die lettischen Milch- und Fischverarbeiter jedoch hart – die LP berichtete darüber. Die EU-Sanktionen bedeuteten auch das Aus für einige russische Investitionen auf lettischem Territorium. Die westlich-russische Verstimmung scheint russische Anleger dagegen kaum zu bekümmern. Die lettische Finanzaufsicht bestrafte jüngst einige Banken, auf denen Russen Geld zweifelhafter Herkunft bunkerten.

Russische Kohlewaggons auf dem Weg nach Ventspils, Foto: LP

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Russen akzeptieren die Öffnung des lettischen Gasmarkts PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 12. Dezember 2015 um 14:52 Uhr

Wirtschaftsministerin Reizniece-Ozola nach Treffen mit Gazprom-Vertretern optimistisch

Wirtschaftsministerin Reizniece-OzolaAuch wenn es in Paris um „Dekarbonisierung“ ging – ohne Fossiles, insbesondere ohne Gas, könnten Letten derzeit nur mit Schüttelfrost, blauen Flecken und zahlreichen Kälteopfern überwintern. Gaskraftwerke erzeugen die Fernwärme für die großen Wohnblocks. Der Brennstoff dafür strömt aus Russland. Gazprom beliefert Lettland über eine separate Leitung. Der russische Energieriese hat eine große Macht über Lettlands Heizungen. Er ist auch am lettischen Versorger Latvijas Gāze mit 34 Prozent des Aktienkapitals beteiligt hinter Eon Ruhrgas mit 47,23 Prozent. Doch der deutsche Konzern will sich aus dem lettischen Markt zurückziehen. Letten sind wie andere Osteuropäer bestrebt, die einseitige Abhängigkeit von russischen Lieferungen zu verringern. Derzeit bereitet der Wirtschaftsausschuss für die Saeima eine Gesetzesnovelle vor, um den Gasmarkt des Landes ab dem 3.4.2017 zu öffnen. Die lettische Wirtschaftministerin Dana Reizniece-Ozola lud dazu am 11.12.2015 eine Gazprom-Delegation zum Gespräch. Die Russen zeigten sich im Prinzip einverstanden, nur über die verlangte Aufteilung von Latvijas Gāze bestehen noch Meinungsverschiedenheiten.

Foto: "Dana Reizniece-Ozola 2014" by Saeima - https://www.flickr.com/photos/saeima/14172796252/. Licensed under CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons

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Lettland: Arbeiter von Metalurgs Liepāja beklagen sich über neue Unternehmensführung PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 15. August 2015 um 00:00 Uhr

Elektrohochofen in BetriebPietiek.com veröffentlichte am 3.8.2015 einen offenen Brief von "ehemaligen und noch beschäftigten Mitarbeitern" der KVV Liepājas Metalurgs. Dieses Stahlwerk, der größte Arbeitgeber Liepājas, steckt seit über zwei Jahren in Schwierigkeiten. Im Frühjahr 2013 berichteten die Medien von der Insolvenz, Metalurgs konnte seine Stromrechnungen nicht bezahlen. Der Staat hatte zuvor für einen Kredit gebürgt, den das Werk für einen neuen Schmelzofen benötigte. Im September des letzten Jahres verkaufte der Insolvenzverwalter das Unternehmen an die ukrainische KVV Group. Die neuen Eigentümer machten Hoffnung, dass die Produktion bald wieder beginnen werde. Doch erst im Mai 2015 wurde der Schmelzofen in Betrieb genommen. Schon nach wenigen Wochen wurde die Produktion wieder eingestellt. Die Betriebsleitung klagte über zu hohe lettische Schrottpreise. Altmetall ist das Rohmaterial des größten Betriebs von Liepāja, der vor allem Stahl für die Bauindustrie herstellt. Mitarbeiter, die längst woanders einen Job gefunden hatten und zurückgekehrt waren, wurden erneut entlassen. Im Brief wenden sich die ehemaligen oder noch Beschäftigten, deren Namen nicht bekannt sind, an Staatspräsident Raimonds Vējonis, Saeima-Vorsitzende Ināra Mūrniece, Ministerpräsidentin Laimdota Straujuma, an Ministerien und Fraktionen. Die Metallarbeiter bezeichnen die Übernahme durch die neuen Investoren als "fatalen Fehler", kritisieren zudem die Regierung und die Medien. Die Unternehmensleitung weist die Vorwürfe zurück.

Ein Elektro-Hochofen, Foto: „Fotothek df n-08 0000383“ von Deutsche Fotothek‎. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons.

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