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Münster, 23.9.2017
Lettland: Starkregen verursacht Ernteschäden PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 22. September 2017 um 08:44 Uhr

Traktoren bleiben im Schlamm stecken

Wolken über LettlandWährend 2017 in Südeuropa die Ernte auf den Feldern verdorrte, beklagen lettische Bauern die außergewöhnlich heftigen Regenfälle des Spätsommers. Ende August verwandelte Starkregen die Ackerflächen Lettlands Nordosten in Seengebiete. Mehr als 22.000 Hektar wurden überschwemmt. Die Pegel der Flüsse und Bäche stiegen an, Straßen und Höfe versanken im Wasser. In Rezekne fiel innerhalb von 32 Stunden 229 Prozent der Niederschlagsmenge, die für den Monat August üblich ist. Allein in Karsava an der russischen Grenze standen 1000 Hektar Ackerland unter Wasser. Ministerpräsident Maris Kucinskis traf sich mit den betroffenen Kommunalpolitikern und verkündete für Lettgallen und weitere Gebiete den Ausnahmezustand für die Landwirtschaft (lsm.lv). Die Gemeinden sollen so schneller die Reparatur an zerstörter Infrastruktur finanzieren können und Bauern ermöglicht es, mit Banken zu verhandeln und Kreditraten zu stunden. Zudem hoffen die Landwirte auf EU-Hilfe. Auch im September wechseln die goldenen Tage mit intensiven Regionperioden, so dass die gereiften Früchte zu feucht bleiben und im Boden verfaulen. Viele Felder gleichen Schlammbecken, in denen die Erntemaschinen im Morast stecken bleiben.

Dunkle Wolken über Lettland, Foto: LP

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Erste Lidl-Filiale in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 12. August 2017 um 00:00 Uhr

Lettische Diskussionen um die deutsche Discounterkette

Lidl in VilniusLettische Medien berichten, dass der deutsche Lebensmitteldiscounter Lidl seine erste Filiale in Riga plant (lsm.lv). Die Einwohner im Stadtteil Purvciems protestieren, weil eine Grünfläche für einen Lidl-Parkplatz planiert werden soll. Konsumenten hoffen hingegen auf günstige Preise. Lettische Lebensmittelproduzenten fürchten, dass der Konzern größere Lieferanten aus dem Ausland bevorzugt. Der Lebensmitteldiscounter mit dem weltweit größten Filialnetz ist in fast allen Ländern der EU zu finden, seit letztem Jahr auch in Litauen. Nur Lettland und Estland sind noch weiße Flecken auf der Lidl-Karte.

Eine Lidl-Fiale in Vilnius, Foto: ViršuLF - Own work, CC0, Link

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Ausländische Investoren vor allem am lettischen Wald interessiert PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 29. April 2017 um 00:00 Uhr

Schweden kaufen am meisten

Wald bei LigatneJournalisten des TV-Politmagazins De Facto ermittelten den Anteil der landwirtschaftlichen Fläche, der im ausländischen Besitz ist. Um es vorwegzunehmen: Nicht alle ausländischen Investoren sind böse Landgrabber. Die Folgen der ausländischen Käufe lettischen Bodens sind nicht eindeutig negativ oder positiv zu werten. Mindestens acht Prozent der Fläche Lettlands gehört inzwischen ausländischen Besitzern – mindestens, weil über Flächenbesitz, der weniger als 500 Hektar beträgt, keine Angaben über die Herkunft der Käufer vorliegen. Der ermittelte ausländische Besitz beträgt insgesamt 340 344,5 Hektar, eine Fläche, elf mal so groß wie Riga. Unter den Ausländern besitzen Schweden die meisten lettischen Wälder und Felder, unter ihnen befinden sich die Unternehmen Bergvik Skog und Ikea.

Lettischer Wald bei Ligatne, Foto: LP

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