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Münster, 23.4.2017
Deutsche Bank macht mit lettischen Partnern keine Dollargeschäfte mehr PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 08. April 2017 um 00:00 Uhr

Kein Ruhmesblatt für den lettischen Finanzsektor

DollarschattenDie Deutsche Bank kündigte gemäß Berichten lettischer Medien vom 7.4.2017 an, bei Dollar-Transaktionen nicht mehr mit lettischen Banken zu kooperieren. Einen Grund für diese Entscheidung teilten die Frankfurter Manager nicht mit. Die lettische Bankenaufsicht beschwichtigt, es handele sich lediglich um einen Wechsel der Geschäftsstrategie. Doch lettische Geldinstitute stehen im Verdacht, für osteuropäische Kunden Geldwäsche zu betreiben.

Im Schatten des Dollars: Foto: Svilen.milev - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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Lettischer Staatspräsident Raimonds Vējonis schickt Gesetzesnovelle gegen Land Grabbing dem Parlament zur Überarbeitung zurück PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 02. April 2017 um 00:00 Uhr

Anfänger-Lettisch reicht nicht, um vor einer Kommission Pläne zu erläutern

Lettische LändereiErst wenn der Staatspräsident ein von den Parlamentariern beschlossenes Gesetz unterschreibt, ist es gültig. Wenn er Zweifel an dessen Rechtmäßigkeit hat, kann er die Unterschrift verweigern und es dem Parlament zur Überarbeitung vorlegen. Vējonis zweifelt am Gesetz „Über die Landprivatisierung in ländlichem Umfeld“, dessen Novelle am 23.3.2017 verabschiedet wurde. Wie bereits berichtet, wollten die Parlamentarier mit der neuen Fassung Land Grabbing verhindern. So bezeichnet man den Landkauf von ausländischen Investoren im großen Stil, die nur spekulieren wollen oder die Felder in einer Art bewirtschaften, die der örtlichen Bevölkerung mehr schadet als nutzt. Laut seiner Webseite (president.lv) teilte der Präsident der Saeima-Vorsitzenden Ināra Mūrniece am 31.3.2017 mit, dass er die Novelle für unvollständig, widersprüchlich und mit anderen Gesetzen nicht vereinbar hält und deshalb zur parlamentarischen Überarbeitung zurückschickt. Es sei nicht nötig, dass unklare gesetzliche Forderungen den heimischen Bauern erschwerten, neue landwirtschaftliche Flächen zu erwerben.

Lettische Länderei, Foto: LP

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Lettische Gesetzesnovelle soll Land Grabbing verhindern PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 25. März 2017 um 00:00 Uhr

Ausländische Landkäufer müssen fortan Lettisch verstehen

Palmölplantage„Land Grabbing“ ist weltweit zu beobachten: Kapitalanleger und Spekulanten kaufen im großen Stil landwirtschaftliche Flächen in ärmeren Ländern auf. Manchmal wird von ihnen nicht das angebaut, was für die heimische Bevölkerung von Nutzen wäre, statt dessen sprießt ökologisch Fragwürdiges, z.B. indonesisches Palmöl für Biokraftstoffe und Nougatcremes, brasilianisches Sojafutter für europäisches Vieh usw. Zudem bedroht die Nachfrage reicher Investoren die Existenz der Kleinbauern, weil für letztere die Ackerflächen zu teuer werden, um sie weiterhin zu pachten oder anzukaufen. Manchmal werden sie vom kostbaren Ackerland einfach nur vertrieben (SWR über Youtube). Auch europäische Landwirte bekommen Schwierigkeiten, wenn sich fremde Großinvestoren die Felder in der Nachbarschaft aneignen (arte.tv über YouTube). Die lettischen Parlamentarier haben am 23.3.2017 eine Gesetzesnovelle beschlossen, die Land Grabbing verhindern soll (saeima.lv). Dabei hilft u.a. die lettische Sprache.

Pestizideinsatz auf einer Palmölplantage in Asien, Land Grabbing ist mit vielen ökologischen und sozialen Problemen verbunden, Foto: Klaus Schenck, CC BY-SA 3.0, Link

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