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Münster, 22.9.2017
Manche LP-Leser könnten die Rail Baltica noch erleben PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 14. November 2013 um 00:00 Uhr

Züge in RigaDer baltische Passagier lebt auf großem Fuß, zumindest im ökologischen Sinne, denn er nimmt für weitere Reisen häufig das Flugzeug. Als umweltschonendere Alternativen bleiben ihm nur tagelange Busreisen oder noch langwierigere Holperfahrten in sowjetischen Museumsbahnen. Abhilfe könnte die Rail Baltica schaffen. Diese ist eine geplante Schnellzugverbindung in westeuropäischer Spurbreite, die die baltischen Länder in ferner Zukunft mit Helsinki, Warschau und Berlin verbinden soll. Bislang besteht sie nur aus papiernen Konzepten. Immerhin machte der Baltische Rat, das institutionalisierte Treffen der drei Regierungschefs aus Estland, Litauen und Lettland, bei der letzten Zusammenkunft in der lettischen Hauptstadt etwas konkretere Hoffnung. Am 8.11.2013 einigten sich die Politiker darauf, ein Unternehmen zu gründen, das die Planung zwischen den Ländern koordiniert und leitet. Es soll seinen Sitz in Riga haben.

Bislang ist die lettische Eisenbahn für Schnellverkehr nicht geeignet, Foto: LP

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Lettland: Staatliche Agentur fördert Medizintourismus PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 08. November 2012 um 15:28 Uhr

Lettische ComputertomographDas weltweite Ringen um Kunden und Umsatz eröffnet eigenartige Geschäftsfelder. Die Staatliche Agentur für Tourismusentwicklung/ Tūrisma attīstības valsts aģentūra (TAVA) hat Kranke aus dem Westen als Kandidaten für den Patiententourismus entdeckt. Statt Mehrsternehotels und Strandbars locken Hospitäler und Arztpraxen. Bei annähernd westlichem Niveau bieten lettische Mediziner und Pfleger ihre Leistungen zu weitaus günstigeren Preisen und Gebühren an. Das einschränkende „annähernd“ ist deshalb im Satz eingefügt, weil die lettische Regierung in den letzten Jahren gerade an der medizinischen Versorgung sparte. Nicht alle städtischen Krankenhäuser sind technisch auf dem neuesten Stand und Fachpersonal emigriert in den Westen, um dort erheblich mehr zu verdienen. Lettische Gewerkschafter klagen, dass die eigene Bevölkerung nicht hinreichend versorgt wird, Ärzte und Pfleger verschiedener Hospitäler protestierten häufiger gegen die Sparpolitik. Doch zahlungskräftigen Gesundheitstouristen verspricht das lettische Werbematerial beste Betreuung mit hochqualifizierten, mehrsprachigen Fachleuten und neuestem Gerät. Nun stellt TAVA ihre englischsprachige Broschüre und ein Video vor, um Patienten für einen Aufenthalt in Lettland zu gewinnen.

Computertomograph im Gesundheitszentrum Zemgale, Foto: lv.wikipedia

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Lettland: Ein Deutscher ermöglichte die musiktherapeutische Ausbildung in Liepāja PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 28. Juli 2012 um 00:00 Uhr

Dr. Haus am Klavier und StudentinDie meisten Menschen spüren wohl, wie intensiv Musik auf die Seele wirkt. Sie tröstet, beruhigt, entspannt, muntert auf, macht manchmal sogar euphorisch. Bereits antike Heiler nutzten die Kraft der Tonkunst, damit der Mensch seine innere Harmonie zurückerlangt. Daher liegt es nahe, Musikhören und Musikmachen psychotherapeutisch anzuwenden. Ende der neunziger Jahre wandte sich der Rektor der Pädagogischen Hochschule Liepāja an die Dattelner Kinder- und Jugendklinik, um einen Studiengang Musiktherapie einzurichten. So erfuhr Dr. Reiner Haus von diesem Vorhaben. Er ist Musiktherapeut an der Universität Witten-Herdecke, die die Dattelner Klinik betreut. Haus fuhr 1998 nach Lettland, gab zunächst Einführungsseminare für Psychiater, Pädagogen und Musiker. Schließlich entwickelte er einen Master-Studiengang Musiktherapie. Seit 2002 können sich pro Jahr zehn Studierende in Liepāja für dieses Fach einschreiben. Obwohl Musiktherapie längst anerkannt ist, erhält sie in Lettland zuwenig staatliche Finanzierung und bleibt von Sponsoren abhängig.

Dr. Haus unterrichtet eine Studentin, Foto: Reiner Haus

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