logo
Münster, 25.5.2018
Umwelt verseucht wegen mangelnder Sondermüllkontrollen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 02. September 2017 um 00:00 Uhr

Lettlands illegale Abfallhalden

Elektronikschrott in GhanaNach Eurostat-Daten hinterlassen die EU-Bürger jährlich etwa 2,5 Milliarden Tonnen Abfall. Eigentlich sollte diese beträchtliche Menge nach Wiederverwertbarem durchsucht und möglichst viel davon recycelt werden, was aber technisch aufwändig und daher teuer wäre. Mit der Verfrachtung auf illegale Deponien lässt sich mehr Profit machen. Man kennt die TV-Dokumentationen über Kinder auf afrikanischen Halden, die im schwarzen Rauch des brennenden Elektronikschrotts die Kupferkabel einsammeln (ARD über YouTube). Der größte Teil des Problemmülls endete bislang allerdings in China. Dessen Regierung wehrt sich inzwischen dagegen, gefährlichen Wohlstandsmüll aus dem Westen weiter ins Land zu lassen. Nun halten Kriminelle innerhalb Europas Ausschau nach nicht genehmigten Abfallhalden (tvnet.lv). Dies ist seit diesem Sommer in Lettland Thema. Vor dem Johannisfest brannte eine illegale Deponie auf dem Stadtgebiet Jurmalas. Es stellte sich heraus, dass die Halde gefährliche Stoffe enthielt, die auf Staatskosten entsorgt werden müssen. Offenbar ist der verbrannte Abfall von Jurmala nicht das einzige Sondermüllproblem.

Elektronikschrott in Ghana, Foto: Marlenenapoli - Own work, CC0, Link

Weiterlesen...
 
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Gedenktag des Hitler-Stalin-Pakts in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 24. August 2017 um 15:00 Uhr

Die EU als Gegenentwurf zur düsteren Vergangenheit

Vejonis, Steinmeier„Dies ist mittlerweile mein achter Besuch in Ihrem schönen Land,“ stellte Steinmeier zu Beginn seiner Tischrede in der Rigaer Kleinen Gilde fest (bundespraesident.de). Bislang hatte der deutsche Politiker Lettland als Außenminister besucht, nun konnte er Staatspräsident Raimonds Vejonis erstmals als Amtskollegen begrüßen. Die baltischen Länder spielen neben Polen eine Schlüsselrolle im Konflikt zwischen den Nato-Staaten und Russland. Seit der Ukraine-Krise fordern Russlands Anrainer mehr militärische Präsenz der Verbündeten, mehr Abschreckung. Zudem erinnerte Steinmeier an die „wechselvolle, gemeinsame Geschichte“ zwischen Deutschen und Balten, für deren Tiefpunkt er den Hitler-Stalin-Pakt hält, der am 23.8.1939 zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion geschlossen wurde. Andererseits zeigte der 1956 im westdeutschen Detmold Geborene Anerkennung für den „baltischen Weg in die Freiheit“. Die „Singende Revolution“ der Balten habe viele Menschen in Ostdeutschland ermutigt, ebenfalls aufzustehen und ihre Stimme zu erheben.

Frank-Walter Steinmeier und Raimonds Vejonis, Foto: Toms Kalniņš, Latvijas Valsts prezidenta kanceleja
Weiterlesen...
 
Lettland: Schlechte Note im Klimaschutz PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 01. Juni 2017 um 00:00 Uhr

Durchschnittstemperatur 0,7 Grad höher als vor 50 Jahren

Wolkenhimmel über LettlandÜber das Wetter lässt sich mit Nachbarn oder Unbekannten gut Small Talk führen, Sonne gut, Regen schlecht. Darüber kann man kaum in Streit geraten und zwischen den Menschen herrscht dann eitel Sonnenschein. Heikler ist es schon, sich mit Mitmenschen über das Klima und dessen Erwärmung bzw. Wandel zu verständigen, denn das kann die Gemüter schnell erhitzen. Zwar sind sich die Klimaforscher ziemlich sicher, dass der Temperaturanstieg hauptsächlich menschengemacht ist, weil er viel rascher erfolgt als in früheren Erdzeiten. Doch sogenannte Klimaskeptiker, von der Ölindustrie gefördert (bund-rvso.de), leugnen den Wandel oder verharmlosen die Folgen und haben nun mit Donald Trump den mächtigsten Politiker auf ihrer Seite. Lettland hat als EU-Mitglied das Übereinkommen von Paris vor zwei Jahren ratifiziert. Damit bekennt sich die mittlere Baltenrepublik zum Ziel, den von Menschen verursachten Temperaturanstieg deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Doch Kritiker werfen den Letten zu wenig Engagement in der Klimapolitik vor. Ein Grund dafür liegt in einer verlockenden Prognose. Die EU-Umweltagentur sagt vorher, dass die nördliche Ostseeregion zum Profiteur höherer Temperaturen werden könnte.

Wolkengebilde über Lettland, Foto: LP

Weiterlesen...
 
<< Start < Zurück 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Weiter > Ende >>

Seite 2 von 51

(C)2006-2011 Lettische Presseschau Impressum || Kontakt ||