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Münster, 15.8.2018
Lettland baut Zaun an der Grenze zu Russland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 24. März 2016 um 14:40 Uhr

Die Verdrahtung der EU-Außengrenze

Ungarischer Drahtzaun an der Grenze zu SerbienWie sich die Zeiten ändern: Statt in einem gemeinsamen Haus Europa zu wohnen, wovon einst Michael Gorbatschow träumte, verschanzen sich Nationen neuerdings hinter Zäunen. Die EU verwandelt sich in eine zerstrittene Kleingartensiedlung, in der Budenbesitzer ihre Hecken mit Maschendraht abdichten. Nach Ungarn und anderen EU-Staaten sind nun auch Esten und Letten dabei, sich mit Maschen- und Stacheldraht abzugrenzen. Beide Länder haben begonnen, jeweils über 90 Kilometer lange Zäune an ihrer Grenze zu Russland zu errichten. Lettlands Zaunbauer sind seit Ende 2015 zugange und haben bereits ein Teilstück fertiggestellt.

Das große Vorbild: Der ungarische Grenzzaun, Foto: Von Bőr Benedek - https://www.flickr.com/photos/borbenedek/21428822521, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43589769

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Lettische Soldaten wollen das G36 behalten PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 19. März 2016 um 11:29 Uhr

Alle vertrauen dem „Schmelzgewehr“

Litauischer Soldat mit G36Die ZDF-Heute-Show inszenierte vor knapp einem Jahr das Heckler&Koch-Duell: „Zwei Kandidaten beschießen sich [aus nächster Nähe] live mit dem G36 und wir senden so lange, bis einer trifft.“ Damit veralberten die TV-Satiriker Meldungen in den Medien. Demnach schieße „die berühmteste Knarre Deutschlands“, das Sturmgewehr, mit dem die Bundeswehr und andere Armeen seit Jahrzehnten ausgestattet sind, bei Hitze und Dauergebrauch daneben. Aus der Standardwaffe der deutschen Armee sei ein „Schmelzgewehr“ geworden, spottete Hauke Friedrichs von zeit.de. Jens Berger von nachdenkseiten.de witterte hingegen eine aus dem Verteidigungsministerium gesteuerte Medienkampagne gegen die Schnellfeuerwaffe aus schwäbischer Produktion: Das G36 sei für die Wehrpflichtigen einer Verteidigungsarmee hergestellt worden. Nun soll aber laut Politikersprech Deutschland „mehr Verantwortung“ übernehmen, also sich mehr an Kriegen in aller Welt beteiligen. Dafür reiche laut Berger, der nicht als Freund von Heckler&Koch (HK) bekannt ist, ein Standardgewehr, das nicht auf Dauerfeuer ausgelegt ist, nicht mehr aus. Um die Anschaffung teurerer Spezialgewehre zu rechtfertigen, habe man Mängel beim alten G36 erfunden. Die Skandalmeldungen machten bis zu den lettischen Militärs die Runde. Auch die lettische Armee hat das G36 seit 2006 in ihrem Bestand. Sie verwendete es in Afghanistan, wo es zu keinen Beanstandungen gekommen sei. Demnächst sollen auch Grenzschützer und Nationalgardisten damit ausgerüstet werden. Das Gespräch mit einem Bundeswehr-General bekräftigte diesen Beschluss.

Auch litauische Soldaten benutzen das G36, Foto: Von Grippen - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11292124

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Lettland schickt Soldaten nach Mali und in den Irak PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 30. Januar 2016 um 11:29 Uhr

„Wir dürfen uns nicht erlauben, passiv zu bleiben“

Raimonds BergmanisNach Beschluss der Saeima vom 14.1.2016 beteiligen sich nun auch lettische Soldaten an der von den USA angeführten Operation „Inherent Resolve“. Diese „Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat“ wurde auf dem Nato-Gipfel in Wales 2014 von neun Nato-Staaten, unter ihnen Deutschland, und Australien gegründet. Inzwischen unterstützen über 60 Staaten den Antiterror-Krieg in Irak und Syrien, doch nur 20 nehmen militärisch teil. Sargs.lv, das Nachrichtenportal des lettischen Verteidigungs-ministeriums, kündigt an, dass ab 1.2.2016 sechs Soldaten in einer dänischen Einheit dienen werden. Der Einsatzort ist eine Luftwaffenbasis etwa 180 Kilometer westlich von Bagdad. Die Letten kommen nicht an die Front, sondern bilden irakische Streitkräfte aus, die gegen das, was sich „Islamischer Staat“ nennt, kämpfen sollen. Auch in Nordafrika wird Lettland militärisch präsent sein. Am 9.2.2016 trifft der erste lettische Soldat in Bamako, der Haupststadt Malis, ein, um eine UN-Mission zu erfüllen. Dort sind Soldaten der Minusma (Mission multidimensionnelle intégrée des Nations Unies pour la stabilisation au Mali) unter niederländischer Führung stationiert. Später sollen bis zu fünf kleine lettische Kampfverbände ("troops") in Bamako hinzukommen. Verteidigungsminister Raimonds Bergmanis hob auf sargs.lv hervor, dass Lettland jetzt erstmals an einer UN-Mission beteiligt ist. Er begründete die neuen Einsätze lettischer Soldaten mit dem Terror in Frankreich.

Lettischer Verteidigungsminister Raimonds Bergmanis, Foto: By Saeima - 12.Saeimas deputāts Raimonds Bergmanis, CC BY-SA 2.0

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