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Münster, 25.5.2018
Lettland: Militärparade zum 4. Mai in Madona mit Ansprache des Staatspräsidenten Raimonds Vejonis PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 04. Mai 2018 um 17:35 Uhr

"Mögen wir alle in unseren Herzen und in unserer Arbeit wie ein Soldat sein"

Nach dem Tag der lettischen Staatsgründung, dem 18. November 1918, ist der 4. Mai 1990 der zweitwichtigste nationale Feiertag Lettlands. Vor 28 Jahren, als noch Michael Gorbatschow die Sowjetunion regierte, beschlossen die Parlamentarier des Obersten Rats der Lettischen Sowjetrepublik mit knapper Mehrheit die Unabhängigkeit ihres Landes, die aber erst im Spätsommer des folgenden Jahres international anerkannt werden sollte. Regierung, katholische Kirche und Militär organisierten zum diesjährigen 4. Mai ein ganztägiges Programm mit Gottesdienst, Militärparaden, Waffenschau, Nahkampfübungen, Blaskonzerten und einem abschließenden Spiel zwischen der örtlichen Fußball-Elf und einer Auswahl aus stationierten Nato-Soldaten. Seit 2012 wird die zentrale Unabhängigkeitsfeier in verschiedenen Orten der Provinz ausgerichtet, diesmal in Madona, einem Ort mit knapp 8.000 Einwohnern in der Region Vidzeme, 166 Straßenkilometer von Riga entfernt. Von der Ehrentribüne aus begrüßten Staatspräsident Raimonds Vejonis und Verteidigungsminister Raimonds Bergmanis die insgesamt etwa 700 Soldaten, Nationalgardisten, Grenzschützer, Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Dabei mahnten sie an die Bedeutung dieses Datums und rühmten die Versammelten als gesellschaftliches Vorbild.

Soldaten im Panzerfahrzeug beteiligen sich an der Parade, Foto: Valsts prezidenta kanceleja

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Russland – Lettland: Irritationen über angekündigte Manöver PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 21. April 2018 um 09:06 Uhr

Luftraumsperrung für nicht abgeschossene Raketen

Lettisches VerteidigungsministeriumBislang werden ausgeführte Manöver an der Grenze zwischen Nato und Russland wechselseitig als Provokationen und Machtdemonstrationen missbilligt. Im April sorgte die russische Armee gleich zweimal für Irritationen, weil angekündigte Militärübungen nach lettischer Beobachtung gar nicht stattfanden. Die russische Luftfahrtbehörde hatte die lettische Agentur für zivile Luftfahrt aufgefordert, zwischen dem 6. und 8. April bzw. zwischen dem 17. und 19. April die lettische ausschließliche Wirtschaftszone, also den lettischen Teil der Ostsee jenseits des Küstenbereichs, für den zivilen Luftverkehr zu sperren, weil russische Militärs dort mit Raketen trainieren wollten. Nach internationalem Recht dürfen Armeen maritime Wirtschaftszonen anderer Länder für militärische Übungen nutzen. Dennoch zeigte sich das lettische Verteidigungsministerium skeptisch und bestellte Ende März den russischen Militärattache Andrej Lobow ein.

Das lettische Verteidigungsministerium, Foto: By Edgars Košovojs, CC BY-SA 3.0, Saite

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Lettische Parlamentarier beschränken Russisch an den Minderheitenschulen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 07. April 2018 um 15:26 Uhr

"Das neue System ist eine Übergangsstufe, nicht der Endpunkt"

SchülerprotesteHosams Abu Meri, Vienotiba-Abgeordneter libanesischer Herkunft, fand am 22. März 2018 pathetische Worte, als er an das Rednerpult der Saeima trat: "Ich denke, dass heute ein sehr, sehr historischer Tag ist, ein großer Tag in der Geschichte des lettischen Volkes, denn wir beenden endlich die Folgen der [sowjetischen] Okkupation, indem wir dieses und auch das nächste Gesetz beschließen." (saeima.lv) Damit meinte Meri die beiden Gesetzesnovellen, die sich auf die Minderheitenschulen beziehen. Der Gesetzgeber schreibt nun vor, dass in den nächsten Jahren mehr auf Lettisch und weniger auf Russisch oder in den anderen Minderheitensprachen gelehrt wird. Die Politiker der Regierungskoalition sehen darin eine geeignete Maßnahme, um die Sprachkenntnisse der russischstämmigen Minderheit zu verbessern und die Gesellschaft zu einen. Meri verglich diesen Beschluss mit dem 4. Mai 1990, als lettische Parlamentarier die Unabhängigkeit ihres Landes beschlossen. Oppositionelle Saskana-Politiker, die als Vertreter dieser Minderheit gelten, fürchten hingegen Entrechtung und das Ende der Minderheitenschulen. Auch Russland protestiert.

Im Jahr 2003 protestierten russischsprachige Schüler gegen die Beschränkung des Russischen als Unterrichtssprache, auch die damalige Gesetzesänderung verantwortete Karlis Sadurskis, Foto: ЗаПЧЕЛ - www.zapchel.lv. Разрешение, CC BY-SA 2.5, Saite

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