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Münster, 24.10.2017
Kölner Silvesternacht ist auch in Lettland Thema PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 13. Januar 2016 um 00:00 Uhr

Festzeit für politisch Inkorrekte

Kölner Hauptbahnhof, Vorplatz bei NachtNun auch noch in der Lettischen Presseschau ein Beitrag zu Köln? Leider ja, denn über die Silvesterereignisse an deutschen Bahnhöfen informieren lettische Medien ausführlich, von Stellungnahmen der Bundeskanzlerin über die Verhaltensempfehlungen der Kölner Oberbürgermeisterin bis zur Entlassung des Polizeichefs der Domstadt und über ähnliche Vorfälle in Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf usw. gleich dazu. Damit befriedigen lettische Journalisten das große Leserinteresse. Das macht das Ganze zu einem deutsch-lettischen Thema. Auf den Webseiten werden Auslands-Artikel zur besagten Kölner Nacht außergewöhnlich zahlreich kommentiert. Die lettischen Stellungnahmen, soweit gesichtet, erweisen sich kaum als Diskussion um konstruktive Lösungen, sondern eher als wechselseitige Bestätigung einer bestimmten Haltung: Man hat es ja schon immer gewusst: Flüchtlinge sind gefährlich und gehören raus aus Europa.

Foto: „Köln Hauptbahnhof - Empfangsgebäude bei Nacht (8132-34)“ von © Raimond Spekking, Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons.

 

Übertreiben, Pauschalisieren und Diffamieren

Wie schreibt ein Journalist nach `Köln`? Peter Pauls1, Chefredakteur des Kölner Stadtanzeigers, verriet in einem DLF-Interview, wie schwierig es derzeit sei, es den Lesern recht zu machen. Manchmal werde ein und derselbe Satz als Beleg für Kritik aus gegensätzlichen politischen Lagern genommen, mal als zu flüchtlingsfreundlich, mal als flüchtlingsfeindlich. Die Informationspolitik der Kölner Polizei heizte unfreiwillig die Debatte an, die sich momentan geradezu weltweit abspielt. Da gilt in öffentlichen Schreibstuben das Motto: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Das Porzellan besteht aus der Richtlinie 12.1 im Kodex des deutschen Presserats: "In der Berichterstattung über Straftaten wird die Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu religiösen, ethnischen oder anderen Minderheiten nur dann erwähnt, wenn für das Verständnis des berichteten Vorgangs ein begründbarer Sachbezug besteht. Besonders ist zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte." Wann "ein begründbarer Sachbezug" vorliegt, müsste von Wissenschaftlern und Juristen erst mal geklärt werden, das ist nach einer solch brisanten Nacht kaum spontan zu entscheiden. Die Polizei verhielt sich bei der Preisgabe von Informationen übervorsichtig und bewirkte das Gegenteil. Nun ist viel Porzellan zerdeppert. Nun sehen sich Zweifler rechts der politischen Mitte im Recht, die im Verschweigen und Beschönigen eine linke Strategie erkennen wollen. In deutschen wie lettischen Kommentarspalten erscheint in diesem Zusammenhang das Schlagwort "Political Correctness". Damit ist der Vorwurf verbunden, dass die Wahrheit verschwiegen, verfälscht, verharmlost oder tabuisiert werde. So deuten politisch rechts Gesinnte einen Begriff um, dessen us-amerikanische Urheber einmal das Gegenteil von Verschweigen beabsichtigten. Mit "Political Correctness" wird heutzutage alles diffamiert, was zu "links", "feministisch" oder nur zu "liberal" erscheint. Doch wenn das politisch Korrekte das Falsche und Unwahre sein soll, bleibt nur das politisch Inkorrekte, das sich nun als das Richtige und Wahre darstellt. Thilo Sarrazins "Das wird man wohl noch sagen dürfen!" ermutigt gewisse politische Kreise, sich auf Webseiten massenweise und anonym mit politischen Inkorrektheiten hervorzutun. Übertreiben, Pauschalisieren und Diffamieren werden zum Volkssport - zumindest jener, die sich selbst für das Volk halten. Dafür bieten deutsche Kommentarspalten ebenso Beispiele wie lettische. Im Folgenden sind Zitate lettischer Webleser zusammengestellt. Der LP-Leser mag deren nahezu einhellige Tendenz beklagen, doch ich gestehe, bei der Lektüre zahlreicher Einträge keine andere gefunden zu haben. Die Zitate stammen von populären Webseiten, die keineswegs als extremistisch gelten. Dennoch kann diese Zufallsauswahl nicht den Anspruch erheben, repräsentativ zu sein.

 

irlv.lv, Teil 1

Am 9.1.2016 informierte die regierungsfreundliche Webseite irlv.lv2 über die Herkunft der Kölner Täter und über die Auflösung der Pegida-Demonstration. "dzeris49" meint, dass Europas Linke die falschen Faschisten verfolge. Faschisten seien jene, die die Gewalt gegen Frauen anwendeten in der Absicht, die gesamte europäische Gesellschaft einzuschüchtern. "Aber wie selbstverständlich sind für Merkel und Co. noch immer jene die größte Bedrohung, die die Dinge beim richtigen Namen nennen und welche von ihnen Rechtsextremisten genannt werden, und auch aus dieser eiskalten Tat radikaler Mohammedaner, wie sie sich in ganz Europa ereignen [kann], wird nichts gelernt." "moonlight" beginnt auf Russisch, behauptet, dass der Kreml die Toleranz missbrauche, um Europa zu erobern. Er hält "die verfluchten Hasser Europas" für russische Erfüllungsgehilfen: Hollande, Merkel, Juncker, Dombrovskis, Straujuma und Rinkēvičis. "aivarsk" pflichtet bei: Übertriebene Toleranz sei die Waffe des Kremls. Zum selben Artikel gesteht "serioussam909", dass er die Logik "linker Pseudoliberaler" nicht begreife. Sie kritisierten die konservative Ideologie, unterstützten aber den Islam als besonders konservative und rückständige Ideologie. "Austras koks" weiß Rat: Diese Pseudoliberalen seien gar keine Liberalen, sondern verträten den "Kulturmarxismus". Er veranschaulicht dies mit den Thesen seines Gesinnungsfreundes "Ivars" zum Feminismus, die er zitiert: Die paradoxe Reaktion sei gut zu verstehen. Der Feminismus sei seinem tieferen Wesen nach ein Zweig des Kulturmarxismus`, der die Gewalt eines Individuums gegen ein anderes durch das Prisma des Gegensatzes zwischen unterdrückter und unterdrückender Klasse interpretiere, in welchem die Unterdrücker im Einklang mit der Doktrin die Träger der herrschenden Kultur der Gewalt seien - weiße Männer. Dagegen seien Immigranten-Männer noch unterdrückter und ohnmächtiger als Frauen. Daher komme es zu dieser paradoxen Situation, dass nach solchen Vorfällen, bei denen Männer anderer Rassen weiße Frauen angreifen, Feministinnen mit Schaum vor dem Mund deutsche Männer beschuldigten. Hier handele es sich um eine natürliche biologische Schutzreaktion. Die ideologische Doktrin halte der Realität nicht stand und die daraus folgende kognitive Dissonanz entfessele in der Feministin Wut. Eine ähnliche Dissonanz und daraus folgende Wutanfälle beobachtet "Ivars" bei Mohammedanern, deren Widersprüche er so zusammenfasst: "Der Islam ist eine Religion des Friedens und alle, die dem nicht zustimmen, müssen getötet werden." "west" glaubt, dass die Schuldigen längst bekannt seien und fragt, wann die Knechte der Banker, also die Politiker, endlich vor Gericht kämen. Er sorgt sich, wer die Übersiedlung Afrikas nach Europa und dessen Islamisierung aufhalten könne und über "Welcomisierungsstaaten", welche zuwenige illegale Grenzüberschreiter auswiesen. Wieso solle sich Lettland "freiwillig" an diesem Verbrechen an Europa beteiligen? Und "lno" stellt fest: "Alle Terrororganisationen seit den 60er Jahren sind kommunistisch gewesen, es ist kein Wunder, dass `Liberale` (auch Kommunisten genannt) den Mohammedanern helfen, sich auf den Westen zu stürzen. Fegt beide hinweg, dann wird es keine Sicherheitsbedrohung geben." Am 8.1.2015 berichtete irlv.lv3 über die Entlassung des Kölner Polizeipräsidenten. Auch dazu meldete sich "Austras koks" zu Wort: Faktisch richte der Kulturmarxismus Westeuropas bereits Ähnliches wie in Russland an - mit Anzeichen des Totalitarismus` - mit Aussagen, die über bestimmte Dinge oder in einer bestimmten Art nicht getätigt werden dürften, um die Karriere nicht aufs Spiel zu setzen, mit einer herrschenden richtigen Meinung. In Westeuropa sei faktisch das Ende für die Freiheit des Wortes gekommen. Das gelte auch für die Gleichberechtigung der Frau. Dann bezieht sich "Austras koks" auf ein digitales Netzwerk: "Wie jemand auf Twitter schrieb, dass das Neujahrs-Geschehen in Deutschland an die UdSSR und Tschernobyl erinnert - in der Presse zeigt es sich mehrere Tage nach den Vorfällen nur deshalb, weil das Ereignis nicht mehr verschwiegen werden kann." und: "Die Politiker und Medien im Westen unterscheiden sich kaum von Putins Russland - es wird propagiert und die einzig richtige Meinung aufrecht erhalten [...]" Nachdem sich "Austras koks" über die Kölner Bürgermeisterin und die Feministinnen ausgelassen hat, schließt er: "Überall, wenn man hinschaut, ist die Unterstützung für Migranten marginal, mit der in Europa Feministinnen, Grüne, Praidisten usw. das Zusammenspiel ihrer Philosophie mit Macht verwirklichen."

 

nra.lv

Anita Daukšte4, Chefredakteurin der Tageszeitung Neatkarīgā Rīta Avīze (NRA), nutzte die Übergriffe der Kölner Silvesternacht, um vor Jean-Claude Junckers und Angela Merkels Flüchtlingsplänen zu warnen. NRA-Leser sehen Deutschland verloren. "Nu ko" prophezeit: "Deutschland wird die Spaltung der Gesellschaft erleben, welche in naher Zukunft sich in einen Bürgerkrieg zu verwandeln droht, mit diesem ach so unschuldigen Herumkramen [damit ist offenbar die körperliche Annäherung gemeint, um zu stehlen oder sexuell zu belästigen] wird das alles nicht enden. Dieses Kramen in vielen Städten gleichzeitig zeugt von sorgfältig organisiertem Terror, welcher seinerseits erweist, wieviel Prozent von den Millionen FLÜCHTLINGE SIND [VERSALIEN von "Nu ko"] und wieviele TERRORISTEN, welche bestrebt sind, in Europa die eigene Ordnung vor allem durch Destabilisierung der Gesellschaft einzuführen! Es ist bald nötig, dass Deutschland die rosa Brille abnimmt, das alles ist nur der Anfang!" "saprātam" meint: "Jene, die den Flüchtungsstrom unterstützten und förderten, fehlt gesunder Verstand." "diemžēl" bedauert: "Der Terrorismus ist der Sieger! Die Deutschen haben aufgegeben, sich zu wehren und fügen sich wie Schlachtschafe." In einem anderen Artikel5 berichtet nra.lv, dass schreienden Frauen nicht geholfen worden sei. Dazu stellt Leser "cilveks" fest, dass es in Köln keine richtige Polizei mehr gebe: "Mann schläft mit Mann zusammen, Ringe in Ohren und Nasen, aber die Schwarzen, die das alles sehen, regieren uns bald, man muss anfangen, diese nicht gerade Schmächtigen zu schlagen, muss die Grenzen schließen, [was "cilveks" über Angela Merkel schreibt, ist hier aus rechtlichen Gründen nicht zitierbar. Im Stil gleicht es den Galgen, die für Merkel und Gabriel anlässlich einer Pegida-Demo fabriziert wurden].

 

lsm.lv

Auf der Webseite der öffentlich-rechtlichen Medien gesteht der liberale Journalist Kārlis Streips6, dass er trotz seiner Kritik an der sozialdemokratischen Oppositionspartei Saskaņa ihrem Fraktionschef Jānis Urbanovičs zustimme, der die Fremdenfeindlichkeit im Lande beklagt hatte. Ein "Kurbads" propagiert losgelöst von Streips` Argumenten: "Damit der Nationalismus lebt! Weg mit Kosmopolitismus, Multikulturalismus und Politkorrektheit!" Die illegalen islamischen Immigranten seien nichts anderes als Eindringlinge, das zeige sich in Köln ebenso wie anderenorts. Vereint in massenhafter Gewaltanwendung. "Deshalb muss man diese Massen zurückschaufeln, und je früher, desto besser!" "reptilis" plädiert für Konzentrationslager, in einem weiteren Eintrag fügt er hinzu: "Ich weiß nicht, weshalb b. Streips [mit "b." könnte das Wort Genosse gemeint sein] so ein Unbehagen gegen b. Urbanovičs hat..., denn beide vertreten doch faktisch ein und dieselbe Ideologie. Nun, schauen wir konkret hin - b. Streips und seine Gesinnungsgefährten sagten - die Nationalstaaten sind eine vorübergehende Etappe in der Geschichte..., damit die Völkerfreundschaft lebt...fort mit den Grenzen...alle können machen, was sie wollen..., leben, wo sie wollen..." Das Gleiche verkünde Urbanovičs. Streips solle wissen, dass Putin gar keine nationalistische Politik betreibe, sondern imperialistische "und da gibt es einen großen Unterschied. Die russischen Nationalisten sitzen in Russland im Gefängnis oder werden von der Seite der Geheimdienste überwacht." Dann fällt "reptilis" noch etwas über Streips` Artikel über Völkerfreundschaft ein: Ob er persönlich Verantwortung für die begangenen Verbrechen der Migranten aus islamischen Ländern und für die Propaganda zu ihrer Aufnahme übernehmen wolle. Ob er immer noch nichts sehen, hören oder wissen wolle. "Könnten Sie nicht aufschreiben, was Sie denken über die Verantwortung linker Neoliberaler für die Ereignisse in Deutschland, Dänemark, Schweden, Frankreich, Großbritannien?"



irlv.lv, Teil 2

Im bereits erwähnten Ir-Artikel über die Entlassung des Kölner Polizeichefs entwickelt "Ivars", der Cheftheoretiker unter den Ir-Leserkommentatoren, eine Strategie, sich gegen den Gegner und dessen Politische Korrektheit zur Wehr zu setzen: Die Angst zu verlieren sei ein richtiger erster Schritt, doch man solle den Gegner nicht unterschätzen. Der Selbsttötungsprozess der Gesellschaft werde unter der Decke von Moralkategorien wie Gleichberechtigung, Mitleid, Menschenfreundlichkeit verschleiert und diese Begriffe würden unmerklich ins Bewusstsein der Gesellschaft eingepflanzt und entfalteten eine zerstörerische Wirksamkeit. "Der zweite Schritt nach der Überwindung der Angst wäre zu versuchen, die sprachlichen Mittel des Gegners zu schwächen." "Ivars" empfiehlt, dass sich die Gesellschaft gegen Wörter wie "Rassist, Sexist, Xenophober und Homophober" immun mache. "Diese sind im Wesentlichen dasselbe wie in der russischen Sprache das Wort Faschist, das seine ursprüngliche Bedeutung verlor - Im Wesentlichen ein Schimpfwort, das man im Unterschied zu anderen frei benutzen darf, um Opponenten niederzuschreien. Es ist ein langer und schwieriger Weg, wie dagegen anzugehen ist." Ähnlich wie sich in der englischen Sprache die Bedeutung des groben Wortes "motherfucker" abgenutzt habe, so werde es auch kulturmarxistischen Wörtern ergehen. Am Anfang werde es diskreditierend klingen, sich stolz als Rassist, Sexist, Xenophober, Homophober usw. zu bezeichnen, doch mit der Zeit würden diese einflussreichen Kampfbegriffe ihre ursprüngliche, die Opponenten zum Schweigen bringende Kraft verlieren. Eine "zanE" stellt sich kühn dem Trend entgegen. Sie reagiert auf "J. Biotops", der die Bildung einer Bürgerwehr in Düsseldorf kommentierte: "Wenn Bürger tatsächlich gezwungen sind, so zu handeln, dann fährt der Staat ohne Bremsen zur Hölle. Leider auch Europa und wir auch. Ich weiß nicht, ob sich das noch aufhalten lässt." "zanE" antwortet ihm ironisch: "...weshalb nur in Düsseldorf? ...auch bei uns in Lettland! ..." Sie wirft Kommentatoren wie "J. Biotops" Hysterisierung vor. "Ihr mit Eurer Hysterie seid aufgeregt und erregt ein paar Dummköpfe, welche sich nun vor dem Gesetz verantworten müssen". Sie schildert den Fall eines Tukumers, der im Internet dazu aufgerufen habe, Gewalt gegen angebliche Asylbewerber in seiner Heimatstadt anzuwenden (obwohl nach "zanE" sich in Tukums gar keine Asylbewerber befinden). Nun müsse er sich wegen Aufrufs zur Gewalt vor Gericht verantworten. "zanE" appelliert an "J. Biotops" und die anderen "Volkssöhne", darüber nachzudenken. "zanE"s Einträge werden auf der Ir-Kommentarspalte schlecht bewertet.

 

Wer verteidigt welches Abendland?

Im Zitierten zeigt sich ein gewisser Trend, der sich weit rechts im politischen Spektrum ansiedelt. Aus dieser Perspektive wird alles, was als "links" von der eigenen Überzeugung betrachtet wird, als Gefahr für Nation und Gesellschaft dargestellt. Ein fiktiver homogener Feind wird aus allem konstruiert, was der eigenen Gesinnung im Weg steht. Der Feind besteht aus Neoliberalen, Liberalen, Liberalkonservativen, Feministinnen, Anhänger der Pride-Bewegung, Grüne, Sozialdemokraten, Sozialisten und Kommunisten, denen dieselbe Sprache und dasselbe Ziel unterstellt wird: Die Zerstörung der Nation und der Gesellschaft. Der Kampf gegen "political correctness" bedeutet hier die Abwehr jener Begriffe, die die eigene menschenverachtende Haltung in Frage stellen. Ähnlich wie Pegida sieht sich auch diese lettische Web-Rechte in der Pflicht, europäische Werte zu verteidigen. Da fragt man sich, ob zwei Europäer gegensätzlicher politischer Richtungen überhaupt noch dasselbe meinen, wenn sie sich auf "Werte" beziehen. Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Bundeslandes, in dem sich Köln befindet, meinte in einer ARD-Talksendung vom 11.1.2016, dass die EU nicht nur eine Wirtschaftsunion sei, sondern gemeinsame Werte habe. Sie hofft, dass alle 28 Mitgliedstaaten beim Thema Flüchtlinge bald zu einer Lösung kommen. Doch eine solche stellt sich für immunisierte Rassisten ganz anders dar als als für Verteidiger der Menschenrechte.

 

Quellen:

1http://www.deutschlandfunk.de/uebergriffe-in-koeln-ein-beispiel-wie-integration-nicht.694.de.html?dram:article_id=342070

2http://www.irlv.lv/2016/1/9/vairums-kelnes-varmaku-bijusi-patveruma-mekletaji-un-nelegalie-imigranti

3http://www.irlv.lv/2016/1/8/spiegel-policija-jaungada-nakti-kelne-nekontroleja-situaciju

4http://nra.lv/viedokli/anita-daukste-5/159746-jaungada-nakts-un-eiropas-politikas-parvertibas.htm

5http://nra.lv/pasaule/159816-kelnes-uzbrukumi-kliedzosajam-sievietem-neviens-nav-palidzejis.htm

6http://www.lsm.lv/lv/raksts/arpus-etera/karlis-streips-piespiest-atteikties.a163235/

 

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