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Münster, 23.9.2017
Baltische Besorgnis wegen russischen Manövers Sapad 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 15. September 2017 um 00:00 Uhr

Lettischer Nato-Botschafter Indulis Berzins spricht von „Hysterie“

Sapad 2013Seit dem 14. September 2017 üben russische und weißrussische Soldaten an den Grenzen zu den baltischen Ländern und Polen. Dies geschieht im Rahmen von „Sapad“, was „Westen“ bedeutet, einem russischen Manöver, das alle vier Jahre stattfindet. Einige Monate nach Sapad 2013 erfolgten die Interventionen Russlands in der Ukraine. Seitdem werden in den Nato-Staaten und Russland grenznahe Manöver mit wechselseitigem Misstrauen verfolgt. Offizielle Vertreter warnen vor Übertreibungen.

Szene des Manövers Sapad 2013, Foto: Kremlin.ru, CC-BY 4.0, Link

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Umwelt verseucht wegen mangelnder Sondermüllkontrollen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 02. September 2017 um 00:00 Uhr

Lettlands illegale Abfallhalden

Elektronikschrott in GhanaNach Eurostat-Daten hinterlassen die EU-Bürger jährlich etwa 2,5 Milliarden Tonnen Abfall. Eigentlich sollte diese beträchtliche Menge nach Wiederverwertbarem durchsucht und möglichst viel davon recycelt werden, was aber technisch aufwändig und daher teuer wäre. Mit der Verfrachtung auf illegale Deponien lässt sich mehr Profit machen. Man kennt die TV-Dokumentationen über Kinder auf afrikanischen Halden, die im schwarzen Rauch des brennenden Elektronikschrotts die Kupferkabel einsammeln (ARD über YouTube). Der größte Teil des Problemmülls endete bislang allerdings in China. Dessen Regierung wehrt sich inzwischen dagegen, gefährlichen Wohlstandsmüll aus dem Westen weiter ins Land zu lassen. Nun halten Kriminelle innerhalb Europas Ausschau nach nicht genehmigten Abfallhalden (tvnet.lv). Dies ist seit diesem Sommer in Lettland Thema. Vor dem Johannisfest brannte eine illegale Deponie auf dem Stadtgebiet Jurmalas. Es stellte sich heraus, dass die Halde gefährliche Stoffe enthielt, die auf Staatskosten entsorgt werden müssen. Offenbar ist der verbrannte Abfall von Jurmala nicht das einzige Sondermüllproblem.

Elektronikschrott in Ghana, Foto: Marlenenapoli - Own work, CC0, Link

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Gedenktag des Hitler-Stalin-Pakts in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 24. August 2017 um 15:00 Uhr

Die EU als Gegenentwurf zur düsteren Vergangenheit

Vejonis, Steinmeier„Dies ist mittlerweile mein achter Besuch in Ihrem schönen Land,“ stellte Steinmeier zu Beginn seiner Tischrede in der Rigaer Kleinen Gilde fest (bundespraesident.de). Bislang hatte der deutsche Politiker Lettland als Außenminister besucht, nun konnte er Staatspräsident Raimonds Vejonis erstmals als Amtskollegen begrüßen. Die baltischen Länder spielen neben Polen eine Schlüsselrolle im Konflikt zwischen den Nato-Staaten und Russland. Seit der Ukraine-Krise fordern Russlands Anrainer mehr militärische Präsenz der Verbündeten, mehr Abschreckung. Zudem erinnerte Steinmeier an die „wechselvolle, gemeinsame Geschichte“ zwischen Deutschen und Balten, für deren Tiefpunkt er den Hitler-Stalin-Pakt hält, der am 23.8.1939 zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion geschlossen wurde. Andererseits zeigte der 1956 im westdeutschen Detmold Geborene Anerkennung für den „baltischen Weg in die Freiheit“. Die „Singende Revolution“ der Balten habe viele Menschen in Ostdeutschland ermutigt, ebenfalls aufzustehen und ihre Stimme zu erheben.

Frank-Walter Steinmeier und Raimonds Vejonis, Foto: Toms Kalniņš, Latvijas Valsts prezidenta kanceleja
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