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Münster, 22.9.2017
Zwei Gemälde von Julius Gottfried Siegmund wieder in Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 29. Juli 2017 um 00:00 Uhr

Werner von Sengbusch schenkte dem Museum für Stadtgeschichte lange Verschollenes

Bildübergabe1Zu Beginn der Mitgliederversammlung des deutsch-lettischen Kulturvereins Domus Rigensis (DR) am 7.7.17 wartete Werner von Sengbusch mit einer Überraschung auf. Im festlichen Haberlandsaal des Rigaer Museums für Stadtgeschichte und Schifffahrt waren zwei Ölbilder aufgestellt, die das DR-Vorstandsmitglied der anwesenden Museumsleiterin Klara Radzina übergab. Es sind Porträts zweier Deutschbalten: Hamilcar Baron von Fölkersahm (1811-1856) und Friedrich Wilhelm Brederlo (1779-1862). Julius Gottfried Siegmund (1828-1909) hatte diese Bilder im Auftrag des damaligen Dommuseums gemalt. Von Sengbusch erzählte von ihrer langen Reise im 20. Jahrhundert, die das deutschbaltische Schicksal widerspiegelt.

Werner von Sengbusch und Klara Radzina bei der Bildübergabe, Foto: Werner von Sengbusch

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Das lettische Vorleben des Anarchisten „Peter the Painter“ II - Mernieks PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 26. Juli 2017 um 00:00 Uhr

2. Teil: Janis Zaklis als Mernieks, Revolutionär in Riga

Links zu den übrigen Teilen:

Das lettische Vorleben des Anarchisten „Peter the Painter“ IV

Das lettische Vorleben des Anarchisten „Peter the Painter“ III

Das lettische Vorleben des Anarchisten „Peter the Painter“ I - Janis Zaklis

Denkmal für die Revolutionäre von 1905 in Riga, DaugavaJanis Zaklis erhielt im Januar 1905 von der kurländischen Polizei seine Papiere zurück. Er dachte nach seinem Aufenthalt in der Arrestzelle gar nicht daran, nun braver Bürger zu werden. Es war Winter, doch im ganzen Land war die Stimmung aufgeheizt. Noch im Dezember hatten Arbeiter in Riga, Liepaja und Daugavpils (Dünaburg) auf den Werften und in den Fabriken gestreikt, auch in der russischen Hauptstadt Petersburg verweigerten sie die Arbeit. Dort waren am 22.1.19051 Zehntausende Demonstranten zum Winterpalast des Zaren gezogen, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen, Meinungsfreiheit, Agrarreformen und Demokratie einzufordern. Die Antwort waren Gewehrsalven russischer Soldaten. Beim Petersburger Blutsonntag wurden Hunderte Demonstranten getötet oder verwundet. Der Funke sprang nach Riga über, wo Arbeiter drei Tage später den Generalstreik ausriefen, die Werkshallen verließen und sich zu Protestkundgebungen ins Zentrum aufmachten. Etwa 60.000 Menschen2 zogen zum Daugava-Ufer. Sie forderten den Acht-Stunden-Tag und mindestens einen Rubel Lohn pro Arbeitsschicht. Auch sie wurden an der Eisenbahnbrücke von russischen Soldaten aufgehalten. Der Menge wurde befohlen, sich in alle Richtungen zu zerstreuen. Die Menge weigerte sich, sie warf mit Schneebällen nach den bewaffneten Handlangern des Zaren. Dann fiel aus der Menge ein Schuss, der einen Soldaten tödlich verletzte. Jetzt hatte die Armee einen Grund, das Feuer zu eröffnen. 73 Demonstranten wurden erschossen, mehr als 200 verwundet, viele ertranken auf der Flucht, weil sie auf dem Eis der Daugava einbrachen. Die Toten und Verletzten waren meistens junge Arbeiter, aber auch Studenten, Lehrer und Schüler.3 Nun hatte auch Riga seinen blutigen Tag. Der lettische Auftakt zum Revolutionsjahr 1905 war erfolgt. Der Streik wurde fortgesetzt, noch viele Streiks und Demonstrationen sollten folgen.

Sowjetisches Denkmal für die Revolutionäre von 1905 am Daugava-Ufer in Riga, Foto:CC BY-SA 2.5, Saite

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Das lettische Vorleben des Anarchisten „Peter the Painter“ I - Janis Zaklis PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 19. Juli 2017 um 00:00 Uhr

1. Teil: Janis Zaklis, ein kurländischer Schüler der Revolution

Links zu den übrigen Teilen:

Das lettische Vorleben des Anarchisten „Peter the Painter“ IV

Das lettische Vorleben des Anarchisten „Peter the Painter“ III

Das lettische Vorleben des Anarchisten „Peter the Painter“ II - Mernieks

Janis Zaklis„Schau, was für ein böser Kerl. Der sieht genauso aus wie Peter the Painter!“ Das sagte Philip Ruffs Großmutter, wenn sie ihm unheimliche Typen zeigte1. Peter the Painter, der heute, am 19. Juli, Geburtstag hat, ist der bekannteste Lette in England, der vor dem Ersten Weltkrieg im Londoner Armenviertel East End sein Unwesen trieb. Pubs und Tapeziergeschäfte tragen seinen Namen. Der kleine Philip wusste nicht, ob es sich um einen Kobold oder ein Schreckgespenst handelte. Später erfuhr er, dass dieser Lette tatsächlich gelebt hatte. Fortan wurde die Erforschung seiner Biographie zu Ruffs Leidenschaft.

Peter the Painter, alias Janis Zaklis, Foto: Saite

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