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Münster, 27.3.2017
Mariss Jansons in Wien und Cannes geehrt PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Mittwoch, den 24. Januar 2007 um 21:00 Uhr
Mariss Jansons und Wien, das ist schon eine besondere Geschichte: die Stadt des Walzers und des Schmähs scheint dem lettischen Stardirigenten nämlich buchstäblich zu Füßen zu liegen. Noch hatte er das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im letzten Jahr gar nicht zu einem ovationsreichen Ende samt Radetzky-Marsch geführt, als das Ereignis längst auf einem Postwertzeichen verewigt war. Schon zwei Wochen zuvor war nämlich die Sondermarke "Neujahrskonzert 2006: Mariss Jansons" erschienen, zu einem Nennwert von 0,75 Euro und in einer sammlerfreundlichen Auflage von 500 000 Exemplaren (s. die Abbildung unter
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?
TabID=4282&Alias=wzo&cob=211538¤tpage=2).
Damit freilich nicht genug: im Österreich schaffte der DVD-Mitschnitt des Konzerts innert kürzester Zeit die dortige Platin-Hürde von 30 000 Exemplaren.

Auch über den Mangel an sonstigen Ehrungen kann der derzeitige Chef des Concertgebouworkest Amsterdam und des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks wohl kaum klagen - den Deutschen Musikpreis, auch als ECHO Klassik bekannt, bezieht er seit Jahren gleichsam im Abonnement, zuletzt im vergangenen Oktober. Erst am 23. Januar hat die Welt-Musikmesse MIDEM im Festivalpalais zu Cannes bekanntgegeben, daß sie Mariss Jansons für die komplette Einspielung der Symphonien von Dmitrij Schostakowitsch einen ihrer begehrten Classical Awards für 2007 zuerkannt habe (Diena, 24. Januar).

Doch schon am 15. Januar war es zu einer Begegnung gekommen, die den Maestro, Wien, die dortigen Philharmoniker und eine besondere Auszeichnung zusammenführten - im Rathaus der Donaumetropole überreichte Bürgermeister Dr. Michael Häupl dem Dirigenten aus Riga das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (der andere Laureat war der Chef des Musikvereins, Thomas Angyan).

Der Vorstand der Wiener Philharmoniker, Dr. Clemens Hellsberg, sei bei seiner Laudatio für Mariss Jansons sichtlich bewegt gewesen, weiß die Nachrichtenagentur APA zu berichten:  "Das Orchester richtet sich an ihm nicht nur musikalisch, sondern auch charakterlich auf," habe er dargelegt. Mit seinem "fast magischen Glauben an den philharmonischen Klang" sei der Maestro im Stande, in jedem Musiker das bessere Ich zu aktivieren.

Anscheinend die allerbeste Voraussetzung, ein paar Tage später auch noch den tradtionellen Philharmonikerball zu dirigieren...

-OJR-

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 29. Januar 2011 um 08:56 Uhr
 

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