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Münster, 25.4.2018
Programm der Domus-Rigensis-Tage vom 6. bis 8. Juli 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 14. April 2018 um 00:00 Uhr

100 Jahre lettische Republik

Kirche von KalnciemsBereits zum 27. Mal organisiert der deutsch-lettische Kulturverein Domus Rigensis im Juli sein umfangreiches Kulturprogramm, die Domus-Rigensis-Tage. Er ist diesmal dem 100jährigen Jubiläum der lettischen Staatsgründung gewidmet. Vereinsmitglieder und Gäste können sich auf Vorträge, Musik und Tanz sowie einen Ausflug zu historischen Stätten der gemeinsamen lettisch-deutschbaltischen Geschichte freuen. Vortragende sind diesmal zwei bekannte Intellektuelle des lettischen Geisteslebens: Der Sozialwissenschaftler Ivars Ijabs erörtert das umstrittene Wirken des Geistlichen Andrievs Niedra, der im Auftrag der deutschen Reichswehr zeitweilig eine Marionettenregierung anführte. Der Kunsthistoriker Ojars Sparitis, Leiter der Wissenschaftlichen Akademie und selbst langjähriges Domus-Rigensis-Mitglied, wird die Aufzeichnungen des deutschbaltischen Arbeiterkindes Dagmar Kopfstahl präsentieren, welche sie als Heranwachsende zur Zeit des Ersten Weltkriegs und der Staatsgründung anfertigte. Hier das Programm der diesjährigen Veranstaltung.

Die Kirche von Kalnciems, auf dem Kirchhof befinden sich deutsche, lettische und russische Soldatengräber, die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gepflegt werden. Die Kirche ist ein Ausflugsziel der diesjährigen Domus-Rigensis-Tage (LP: hier), Foto: Saite

 

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Lettische Kunstausstellungen im April 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 29. März 2018 um 00:00 Uhr

Rinkis, SaktaKunst überwindet Grenzen, geographisch und geistig

Während an Europas Grenzen Zäune und Polizisten den hiesigen Wohlstand vor den Habenichtsen "sichern", schaffen Kuratorinnen und Künstler neue Beziehungen zwischen Fremden und ebnen Wege zum bislang Unbekannten. Die Moskauer Ausstellung "Transatlantische Alternative" zeigt nicht nur künstlerische Gemeinsamkeiten zwischen Russland und seinen politisch skeptischen Nachbarn, sondern auch Ähnlichkeiten der kinetischen Kunstszene Osteuropas mit jener Südamerikas während der 50er bis 70er Jahre. Als Grenzgängerin erwies sich Livija Endzelina, die jenseits sozialistischer Kunstprinzipien einen eigenständigen Realismus gestaltete, der auch Metaphysisches und Surreales auf geheimnisvolle Weise einschloss. Geheimnisvoll und magisch, so erlebten die Keramikerinnen Sanita Abelite und Elina Titane vermutlich auch das Licht des Vollmonds während ihres Schaffens in der Festung Daugavpils. Hier die Zusammenfassung der PR-Texte lettischer Kunstmuseen für den Monat April.

Rinkis, "Sakta", Foto: LNMM

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Andris Levans über das Handbuch des Bürgermeisters Franz Nyenstede PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 24. März 2018 um 00:00 Uhr

JakobkircheDer Jonas von Riga

Im 16. Jahrhundert erlebten die Rigenser stürmische Zeiten: Reformation, das Ende des livländischen Ordensstaats, Angriffe Iwans des Schrecklichen. Man unterwarf sich seinetwegen nach zähen Verhandlungen dem katholisch-polnischen König Stephan Bartory. Dann die schweren Tumulte, weil die protestantischen Bürger sich dem verordneten neuen Kalender verweigerten, weil er aus Rom, vom Papst kam und sie eine Rekatholisierung befürchteten. In dieser Zeit war Franz Nyenstede Bürgermeister Rigas. Seine Erlebnisse notierte er später im Exil in einem Handbuch, das Andris Levans literaturwissenschaftlich analysiert hat.

Die Rigaer Jakobskirche war Zankapfel zwischen Protestanten und Katholiken während des Kalenderstreits im 16. Jahrhundert, Foto: CC BY-SA 2.5, Saite

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