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04.03.2010 |
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Kartupelis nennen die Letten das Grundnahrungsmittel, das sie genauso gern essen wie die Deutschen. Nun wächst und gedeiht fortan das Lieblingsgemüse des Alten Fritz (“Wo nur ein leerer Platz zu finden ist, soll die Kartoffel angebaut werden”) auch in einer künstlichen Variante, die BASF-Biochemiker konstruiert haben . EU-Kommissar John Dalli hat sie am 2.3.10 für den landwirtschaftlichen Anbau zugelassen. Im Gegensatz zu deutschen Volksvertretern haben sich lettische Politiker gegen das Kunstgewächs namens Amflora ausgesprochen. Darüber berichtete am 3.3. die LTV1-Nachrichtensendung Panorama. Auch die Tageszeitung Diena widmete sich einen Tag später diesem neuen EU-Streit. Bevor ihr Nährwert entdeckt wurde, bestaunten Europäer die exotische Frucht als Zierpflanze in botanischen Gärten. Foto: Keith Weller auf Wikimedia Commons
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01.03.2010 |
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Rang 23 in der Nationenwertung, das war die erfolgreichste Teilnahme lettischer Winterolympioniken aller Zeiten. Bislang war lediglich eine Bronzemedaille in Turin 2006 herausgesprungen, für den Rodler Mārtiņš Rubenis. In Vancouver wurde das Edelmetall wie gewohnt mit heißen Kufen in eisiger Rinne geschürft: Die Kufen befanden sich unter dem Skeleton-Fahrer Mārtiņš Dukurs und den Rennrodlern Andris und Juris Sics. Dukurs verpasste Gold nur um sieben Hundertstelsekunden. Auch sein Bruder Tomass ist bäuchlings prima gefahren, er wurde Vierter. Ebenfalls eine Silbermedaille gewannen die auf dem Rücken liegenden Kollegen. Im Rodel-Doppelsitzer ließ das Brüderpaar Sics sogar die deutschen Abonnement-Olympiasieger Patric Leitner und Alexander Resch hinter sich.
Verpasste Gold um sieben Hunderstelsekunden: Lettlands Skeletonstar Mārtiņš Dukurs, links neben dem kanadischen Olympiasieger Jon Montgomery und Russlands Alexander Tretjakow, der Bronze gewann, Foto: Duncan Rawlinson auf Wikimedia Commons.
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26.02.2010 |
 Nun möchte der Autor dieser Zeilen nicht so tun, als sei er in der altrömischen Geschichte weitaus beschlagener als Guido Westerwelle. Es ist nur rasch angelesenes Wissen in einem Wikipedia-Artikel über den Februar. Demnach geht der Name des kürzesten Monats auf ein römisches Sühne- und Reinigungsfest zurück. So passt der Monat recht gut zu Tagen des Fastens, peinlicher Geständnisse in katholischen Kreisen und protestantischen Promillediskussionen. Auch die Chefs der Rigaer Verkehrsbetriebe werden vielleicht noch bereuen, dass sie gerade das Vertrauen ihrer Kundschaft einbüßen. Ihre aufwändig eingeführten etalons erweisen sich als Kunden-Nepp. Aufrichtiger zeigten sich die Katholiken der Suiti-Region: Sie lassen sich nicht gefallen, dass die Schweine-Industrie ihre Gegend verseucht und protestieren offenbar erfolgreich dagegen. Noch muss Rigas Vizebürgermeister Ainārs Šlesers nicht bereuen, große Pläne mit deutschen Investoren zu schmieden. Er zeigt sich zuversichtlich, dass die Frankfurter Messegesellschaft ihm einen Traum verwirklichen wird. Rigas zugefrorener Stadtkanal im Februar, Foto: UB |
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