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03.02.2010 |
 Die Olympischen Winterspiele in Vancouver werfen ihre bedrohlichen Schatten voraus. Höchste Zeit für die Sportredaktion dieses Portals, sich einmal mit den lettischen Medaillenhoffnungen zu befassen. Doch Hoffnung, das wusste bereits der leider längst verstorbene Dramatiker Heiner Müller, ist nur ein Mangel an Information. Die Letten erzählen sich über den vierfachen Helden der Sowjetunion, Leonid Breschnew, folgenden Witz: Der Staatschef soll zur Eröffnung der Olympischen Spiele eine Rede halten. Er liest vom Blatt ab und beginnt mit den Worten: "o-o-o-o-o".
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30.01.2010 |
 Die Eurostat-Statistiker veröffentlichten am 29.1.09 ihre Zahlen zu den Erwerbslosen-Quoten der EU-Mitgliedsländer. Sie berechneten für den Dezember 2009, dass die Letten weiterhin mit der höchsten Quote aller 27 EU-Staaten leben müssen. Im fünften Monat in Folge hat Lettland diesen traurigen Spitzenplatz inne. Die Quote für Deutschland betrug 7,5 Prozent. Die niedrigste Prozentzahl verzeichneten die Niederländer (4) und die Österreicher (5,4). Der EU-Durchschnitt lag bei 9,6 Prozent. Diese Statistik ist `saisonbereinigt`, das heißt, dass Schwankungen, die jahreszeitlich bedingte Arbeitslosigkeit verursachen, herausgerechnet wurden. Die EU-Statistiker ermittelten zudem ein besonders erschreckendes Detail für das vierte Quartal des letzten Jahres: 44,5 Prozent der spanischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren in diesem Zeitraum erwerbslos. Ihren lettischen Altersgenossen erging es mit 43,8 Prozent kaum besser. Das Webportal Delfi.lv publizierte am selben Tag eine Diskussion zwischen Wirtschaftsexperten. Sie wurden gefragt, wie sie die weitere Entwicklung des Arbeitsmarkts einschätzen. Sie erwarten unter anderem weitere Abwanderung. Dabei haben allein zwischen 2004 und 2006 hunderttausend Letten ihre Heimat verlassen. Die historistische Fassade des ehemaligen staatlichen Elektrokonzerns VEF steht beispielhaft für die Deindustrialisierung Rigas. Den Großbetrieben blieb keine Zeit, sich auf die westlichen Märkte einzustellen. Foto: UB
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22.01.2010 |
 Der Januar macht seinem altdeutschen Namen "Eismonat" alle Ehre: Die voreilig als gescheitert betrachteten Klima-Verhandlungen in Kopenhagen scheinen auf rätselhafte Weise einen Kälteschock in Europa verursacht zu haben. Für Lettland bedeutet dies eine knirschend eisige Witterung, also noch mehr Heizkosten bei verringertem Einkommen. Für die nächsten Tage sind Temperaturen bis zu Minus 30 Grad vorhergesagt. Das sind keine guten Aussichten für jene 17 Prozent der Letten, die nicht das Geld haben, ihre Wohnung genügend zu heizen. Immerhin ergeht es den Rentnern im neuen Jahr etwas besser: Die Verfassungsrichter haben geurteilt, dass die empfindliche Rentenkürzung, die die Regierung Dombrovskis im letzten Jahr beschlossen hatte, gesetzeswidrig ist. Nun muss die Regierung 185 Millionen Lats zurückerstatten, neue Verhandlungen mit dem IWF sind nötig. Das verursacht Streit in der Koalition und Debatten in der Saeima. Lettland ist im Winter eine märchenhafte Schneelandschaft. Doch wer sie derzeit genießen will, muss sich warm anziehen. Foto: UB
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