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Münster, 18.2.2019
Letten gehören zu den eifrigsten Museumsbesuchern PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 07. Februar 2019 um 00:00 Uhr

Der typische Museumsbesucher ist eine Besucherin

TuraidaSowohl in der lettischen Hauptstadt als auch in der Provinz haben kulturell Interessierte vielfältige Möglichkeiten, ein Museum nach ihrem Geschmack zu finden: Beispielsweise in Riga die Filialen des Nationalen Kunstmuseums mit dem frisch restaurierten Haupthaus, dem ähnlich prächtigen Gebäude für internationale Ausstellungen in der ehemaligen Börse oder der Ausstellungshalle Arsenals, wo moderne Kunst zu sehen ist. Auch in der Provinz kommt der Museumsbesucher nicht zu kurz: In Cesis kann er neben einer großen Ordensburgruine ein Museum besichtigen, das die Landesgeschichte umfassend dokumentiert. Kunst- und Geschichtsmuseen sind kulturelle Zentren in Liepaja, Ventspils oder Daugavpils. Hinzu kommen Museen zu Spezialthemen wie z.B. das Eisenbahnmuseum in Riga-Pardaugava, die zu Museen umfunktionierten Geburtshäuser von Schriftstellern, Militärs und Politikern und die für die Allgemeinheit zugänglichen ehemaligen Herrenhäuser des deutschbaltischen Adels. Lettland hat 115 staatlich anerkannte Museen, 71 von 119 lettischen Gemeinden verfügen über solche. Forscher der Lettischen Kulturakademie (LKA) ermittelten die Besucherzahlen und jene Gruppen, die häufiger als andere ins Museum gehen.

Die Burg Turaida bei Sigulda war 2017 das lettische Museum mit der größten Besucherzahl, Foto:  DaTroll - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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Lettische Kunstausstellungen im Februar 2019 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 02. Februar 2019 um 00:00 Uhr

Boris Luries "NO!art" – Keine Kunst ist auch eine Kunst

Lurie Boris Lurie machte seine Jugend, in der er den Holocaust überlebte, zum Rebell, das heißt: zum politisch provokativen Künstler, der in New York die NO!art-Bewegung gründete. Mit Ausstellungen wie „NO! Show“ erinnerte er die Konsumgesellschaft an die begangene Barbarei und inspirierte Gesinnungsgefährten, unter ihnen Wolf Vostell. Das internationale Kunstmuseum Rigas Börse zeigt nun die provokativen Arbeiten dieser Antikünstler, die gerade wegen ihres „No“ zur Kunst Künstler blieben. Sarah Cooper und Nina Gorfer begaben sich in den hohen Norden, um abzulichten, wie man in entlegenen und unwirtlichen Gebieten textile Kunst schafft. Olgerts Krauklis gehört zu den Architekten, die auch gute Maler sind. Hier die Zusammenfassung von PR-Texten lettischer Kunstmuseen für den Monat Februar.

 

Boris Lurie: Spüren eines schwarz und rot aufgezeichneten "No", 1963, Foto: ©Boris Lurie Art Foundation, LNMM

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Voldemars Veiss` Gedenktafel auf dem Ehrenfriedhof „Bralu kapi“ PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 30. Januar 2019 um 00:00 Uhr

Wird in Riga wegen eines deutsch-lettischen Vertrags ein NS-Kollaborateur verehrt?

Eingangsschuld zum Brüderfriedhof in RigaDarauf wurde am 12. Dezember 2008 sogar die italienische Corriere della Sera aufmerksam: Mussolini hatte gerade lettische Politiker entzweit: "Die historische Figur von Benito Mussolini hat mehr als 60 Jahre nach seinem Tod Chaos und hitzige Debatten im lettischen Parlament entfacht, nachdem auf dem Friedhof, wo die `Väter des Vaterlandes` des baltischen Landes bestattet sind, eine Gedenktafel zu seinen Ehren aufgestellt wurde." (corriere.it, Dank an eine Römerin, die nicht genannt werden möchte, für den Hinweis). Nun war die Tafel nur erneuert worden und sie enthält noch viele andere Namen. Mit der lettischen Verehrung für Mussolini wird sich die LP später einmal beschäftigen. Doch in der Debatte fiel ein weiterer Name, Voldemars Veiss, der ebenfalls auf dem genannten Friedhof zu lesen steht und dem angeblich in deutschem Interesse gehuldigt wird. Die Namen der Genannten sind auf dem "Bralu kapi", dem Brüderfriedhof in Riga zu finden. So nennen Letten ihre Ehrenfriedhöfe für Soldaten. Jene, die als sogenannter "kleiner Mann" oder sogenannte "kleine Frau" auf dieser Welt wandeln und die in rührender Weise noch die Gräber ihrer Liebsten für ein paar Jahre auf eigene Kosten hegen und pflegen, bis sie alle schon wieder sang- und klanglos aus der Weltgeschichte verschwunden sein werden, sie dürften nicht schlecht staunen, wer so alles auf diesem absurden Planeten "verewigt" wird. 

Zugangsschild zum Rigaer Brüderfriedhof, Foto: LP

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