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Münster, 25.4.2018
Lettische Regierung will Konten für Offshore-Firmen untersagen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 12. April 2018 um 00:00 Uhr

Geldwäsche an der Daugava zukünftig verboten

Panama-City"Wir sind näher als die Schweiz," so warb die lettische Parex-Bank in den 90er Jahren in russischen Medien. Das war eine Einladung für alle unehrlichen Kapitalanleger, die Geld vor dem Fiskus auf einem Konto jenseits der Grenze verbergen wollten, also dort, wo die Besteuerung gering und die Kontrollen lax waren. Kurz nach der Unabhängigkeit zählte man in Lettland 67 Banken. Die Kunden kamen häufig aus anderen Ländern. Sie besaßen mehr als die Hälfte aller Geldeinlagen. Es war ein Geschäft mit Risikoklienten und unsicherem Ausgang. Die Parex-Bank stand Ende 2008 vor der Pleite. Sie galt als systemrelevant, musste mit Steuermilliarden `gerettet` werden. Die lettische Wirtschaft geriet nach der Bankenkrise der 90er Jahre abermals in eine schwere Rezession. Der Versuch lettischer Politiker, Banker und Lobbyisten, mit Offshore-Inseln um anrüchiges Geld zu konkurrieren, ist gescheitert. Jetzt zieht die Regierung die Konsequenz. Noch in diesem Monat will sie ein Gesetz durch das Parlament bringen, das lettischen Bankern verbietet, für Offshore-Firmen Konten einzurichten.

Das Bankenviertel von Panama-City - Es wurde durch die Panama-Papers und als Sitz von Offshore-Firmen, die auch mit Lettland Geschäftsbeziehungen unterhalten, bekannt, Foto: Von Dronepicr - Eigenes Werk, CC BY 3.0, Link

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Lettische Parlamentarier beschränken Russisch an den Minderheitenschulen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 07. April 2018 um 15:26 Uhr

"Das neue System ist eine Übergangsstufe, nicht der Endpunkt"

SchülerprotesteHosams Abu Meri, Vienotiba-Abgeordneter libanesischer Herkunft, fand am 22. März 2018 pathetische Worte, als er an das Rednerpult der Saeima trat: "Ich denke, dass heute ein sehr, sehr historischer Tag ist, ein großer Tag in der Geschichte des lettischen Volkes, denn wir beenden endlich die Folgen der [sowjetischen] Okkupation, indem wir dieses und auch das nächste Gesetz beschließen." (saeima.lv) Damit meinte Meri die beiden Gesetzesnovellen, die sich auf die Minderheitenschulen beziehen. Der Gesetzgeber schreibt nun vor, dass in den nächsten Jahren mehr auf Lettisch und weniger auf Russisch oder in den anderen Minderheitensprachen gelehrt wird. Die Politiker der Regierungskoalition sehen darin eine geeignete Maßnahme, um die Sprachkenntnisse der russischstämmigen Minderheit zu verbessern und die Gesellschaft zu einen. Meri verglich diesen Beschluss mit dem 4. Mai 1990, als lettische Parlamentarier die Unabhängigkeit ihres Landes beschlossen. Oppositionelle Saskana-Politiker, die als Vertreter dieser Minderheit gelten, fürchten hingegen Entrechtung und das Ende der Minderheitenschulen. Auch Russland protestiert.

Im Jahr 2003 protestierten russischsprachige Schüler gegen die Beschränkung des Russischen als Unterrichtssprache, auch die damalige Gesetzesänderung verantwortete Karlis Sadurskis, Foto: ЗаПЧЕЛ - www.zapchel.lv. Разрешение, CC BY-SA 2.5, Saite

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Lettischer Fußball: Nationaltrainer Aleksandrs Starkovs entlassen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Ralf Hoeller   
Dienstag, den 03. April 2018 um 10:51 Uhr

Das demütigende Nullzueins in Gibraltar war wohl doch zu schlimm

StarkovsAls Liam Walker in der 88. Minute den einzigen Treffer im Freundschaftsmatch Gibraltars gegen Lettland erzielte, ahnte man schon, was folgen würde. Die Rede soll hier nicht vom Jubel des gastgebenden Fußballzwergs nach seinem erst zweiten Länderspielsieg sein. (Zuvor gab es einmal einen Erfolg der Elf von der Südwestspitze des Kontinents über die Auswahl Maltas, ebenfalls mit dem Minimalergebnis). Nein, es ist die Reaktion der Gäste, von der allenfalls überraschte, dass sie so lange dauerte.

Aleksandrs Starkovs, Foto: Papuass - Paša darbs, CC BY-SA 3.0, Saite

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