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Münster, 19.4.2019
Krisjanis Karins mit deutlicher Mehrheit zum lettischen Ministerpräsidenten gewählt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 23. Januar 2019 um 15:54 Uhr

„Wir sind keine Revolutionäre“

Krisjanis KarinsDie Saeima-Abgeordneten haben am 23. Januar 2019 Krisjanis Karins, Politiker der kleinsten Parlamentsfraktion Jauna Vienotiba (Neue Einigkeit, JV), nach mehrmonatigen Koalitionsverhandlungen zum Ministerpräsidenten gewählt. Er erhielt 61 von 100 Saeima-Stimmen (lsm.lv). Fünf Abgeordnete der zukünftig mitregierenden Neugründung „Kam pieder valsts?“ (Wem gehört das Land? KPV) stimmten mit der Opposition gegen Karins. Die neue Regierung besteht aus fünf Parteien: Neben JV (8 Abgeordnete) und KPV (16) stellen Jauna konservativa partija (Neue Konservative Partei, JKP, 16), Attistibai/Par! (Für Entwicklung/Pro! AP, 13) und Nacionala apvieniba (Nationale Allianz, NA, 13) die zukünftigen Minister. Karins erklärte, dass seine Koalitionäre „keine Revolutionäre“ seien. Das bedeutet offenbar, dass keine grundsätzlich veränderte Politik zu erwarten ist.

Krisjanis Karins in der außerordentlichen Saeima-Sitzung, in der seine Wahl zum Ministerpräsidenten auf der Tagesordnung stand, Foto: Ernests Dinka, saeima.lv

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Lettland: Voraussichtlich wird Krisjanis Karins neuer Ministerpräsident PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 19. Januar 2019 um 09:55 Uhr

Wieder soll ein rechtsliberal-nationalkonservatives Bündnis regieren

Krisjanis KarinsNach den Parlamentswahlen im Oktober erweisen sich die Koalitionsverhandlungen zwischen fünf in etwa gleich stark vertretenen Parteien als langwierig und schwierig. Staatspräsident Raimonds Vejonis beauftragte gleich nach der Wahl Aldis Bordans und dann Janis Gobzems (LP: hier) mit der Regierungsbildung. Beide scheiterten. Am 7. Januar übernahm Krisjanis Karins als dritter den Auftrag, über eine neue Koalitionsregierung zu verhandeln, die er als Ministerpräsident anführen soll. Diesmal scheint der Versuch trotz einiger Missklänge zu gelingen. Karins, ehemaliger Unternehmer, ist seit fast zwei Jahrzehnten im politischen Geschäft.

Krisjanis Karins, Foto: Foto-AG Gymnasium Melle, CC BY-SA 3.0, Saite

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Lettische Historiker recherchierten über das Lager Salaspils: Teil 2: Die verschiedenen Etappen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 16. Januar 2019 um 00:00 Uhr

„Den Frauen gab man eine Minute, um sich von ihren Kindern zu verabschieden“

Jüdische HäftlingeSalaspils ist ein Ort des Grauens. Hier begingen die nationalsozialistischen Besatzer und ihre lettischen Helfer schwere Verbrechen gegen die Feinde ihres Regimes oder gegen jene, die dafür gehalten wurden. In Reiseführern ist die heutige Gedenkstätte als Besichtigungsort aufgeführt. Auf dem Areal findet der Besucher einige monumentale Betonfiguren in pathetischer Pose und eine bunkerartige Anlage, dessen Inneres nur wenig über die Geschichte dieses Erinnerungsorts preisgibt. Es scheint so, als hätten die sowjetischen Gestalter die historischen Details nicht wirklich ins Gedächtnis rufen wollen. Die von Kangeris, Neiburgs und Viksne ermittelten Opferzahlen waren geringer als in der bolschewistischen Propaganda behauptet und nicht alle Insassen waren, wie von ihr suggeriert, sowjetische Widerstandskämpfer. Zu den Internierten gehörten auch lettische, litauische und polnische Nationalisten, die die Ziele der deutschen Besatzer durchschaut hatten und deshalb die Kollaboration verweigerten. Historiker unterteilen die Lagergeschichte in drei Etappen: Des Aufbaus, den Juden unter mörderischen Arbeitsbedingungen leisten mussten, der Internierungszeit für politische Gefangene und der Zeit als Transitlager.


Jüdische Häftlinge in Salaspils, Foto: Bundesarchiv, Bild 101III-Duerr-056-04A / Dürr / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, Link
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