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Münster, 18.11.2017
Umwelt verseucht wegen mangelnder Sondermüllkontrollen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 02. September 2017 um 00:00 Uhr

Lettlands illegale Abfallhalden

Elektronikschrott in GhanaNach Eurostat-Daten hinterlassen die EU-Bürger jährlich etwa 2,5 Milliarden Tonnen Abfall. Eigentlich sollte diese beträchtliche Menge nach Wiederverwertbarem durchsucht und möglichst viel davon recycelt werden, was aber technisch aufwändig und daher teuer wäre. Mit der Verfrachtung auf illegale Deponien lässt sich mehr Profit machen. Man kennt die TV-Dokumentationen über Kinder auf afrikanischen Halden, die im schwarzen Rauch des brennenden Elektronikschrotts die Kupferkabel einsammeln (ARD über YouTube). Der größte Teil des Problemmülls endete bislang allerdings in China. Dessen Regierung wehrt sich inzwischen dagegen, gefährlichen Wohlstandsmüll aus dem Westen weiter ins Land zu lassen. Nun halten Kriminelle innerhalb Europas Ausschau nach nicht genehmigten Abfallhalden (tvnet.lv). Dies ist seit diesem Sommer in Lettland Thema. Vor dem Johannisfest brannte eine illegale Deponie auf dem Stadtgebiet Jurmalas. Es stellte sich heraus, dass die Halde gefährliche Stoffe enthielt, die auf Staatskosten entsorgt werden müssen. Offenbar ist der verbrannte Abfall von Jurmala nicht das einzige Sondermüllproblem.

Elektronikschrott in Ghana, Foto: Marlenenapoli - Own work, CC0, Link

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Lettische Kunstausstellungen im September 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 01. September 2017 um 00:00 Uhr

Abstrakte Kunst als Kunst der kreativen Vereinfachung

Fridrihs Milts, New YorkDie Reduktion auf das Wesentliche in Inhalt und Form verbindet die Maler, deren Werke im September in lettischen Museen zu sehen sind. Fridrihs Milts veränderte seinen Malstil, als er im New Yorker Exil lebte, Edgars Verpe sucht in der Reduktion die optimale Form - für Fische und Bomben. Atis Jakobsons will eine Sprache ohne Bedeutung schaffen, die dem Betrachter alles Mögliche bedeuten mag. Moshe Kupfermans abstrakte Gemälde sind von Gegensätzen geprägt. Hier die Zusammenfassung aus den Texten der Museums-PR für den Monat September.

Fridrihs Milts, New York, 1969, Filips Klavins Kollektion, Foto Normunds Braslins, LNMM

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Lettland: 9. Survival-Kit-Festival in den Museen für die Geschichte der Zoologie, Botanik und Chemie PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 26. August 2017 um 14:17 Uhr

Mehr Empathie für nichtmenschliches Dasein

Survival-Kit-9Vom 8.9. bis 1.10.2017 im LU-Gebäude Kronvalda bulvaris 4, Riga

„Können wir, indem wir von der zentralen Rolle des Menschen im Lernprozess abweichen, mitfühlen und uns in andere Daseinsformen hineinversetzen? Ist es möglich, ein einheitlicheres Verständnis von der Welt herauszubilden? Wir leben in einer Zeit, in der die Welt so interpretiert wird, um sie für Populismus und konservativen Nationalismus zu benutzen und eine unüberlegte Ausbeutung der Natur erfolgt. Deshalb wird sich Survival Kit 9 neuen Erfahrungen und Wahrnehmungen zuwenden, um sich auf Auffassungen und Arten des Lernens einer anderen Welt zu konzentrieren.“ Mit diesen Grundgedanken organisierten die Kuratoren Solvita Krese, Inga Lace und Jonatan Habib Engqvist das diesjährige Survival-Kit-Festival mit dem Titel „Sich in einen Apfel, einen Baum, einen Pilz, einen Gletscher, ein Schneckenhaus, einen Hirschen, einen Kanarienvogel hineinversetzen“. Das Lettische Zentrum für zeitgenössische Kunst (LCCA) informiert vorab über sein Festival, das seit 2009 jährlich im September stattfindet.

Survival-Kit-9-Logo von LCCA

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