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Münster, 24.6.2018
Lettland: Militärparade zum 4. Mai in Madona mit Ansprache des Staatspräsidenten Raimonds Vejonis PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 04. Mai 2018 um 17:35 Uhr

"Mögen wir alle in unseren Herzen und in unserer Arbeit wie ein Soldat sein"

Nach dem Tag der lettischen Staatsgründung, dem 18. November 1918, ist der 4. Mai 1990 der zweitwichtigste nationale Feiertag Lettlands. Vor 28 Jahren, als noch Michael Gorbatschow die Sowjetunion regierte, beschlossen die Parlamentarier des Obersten Rats der Lettischen Sowjetrepublik mit knapper Mehrheit die Unabhängigkeit ihres Landes, die aber erst im Spätsommer des folgenden Jahres international anerkannt werden sollte. Regierung, katholische Kirche und Militär organisierten zum diesjährigen 4. Mai ein ganztägiges Programm mit Gottesdienst, Militärparaden, Waffenschau, Nahkampfübungen, Blaskonzerten und einem abschließenden Spiel zwischen der örtlichen Fußball-Elf und einer Auswahl aus stationierten Nato-Soldaten. Seit 2012 wird die zentrale Unabhängigkeitsfeier in verschiedenen Orten der Provinz ausgerichtet, diesmal in Madona, einem Ort mit knapp 8.000 Einwohnern in der Region Vidzeme, 166 Straßenkilometer von Riga entfernt. Von der Ehrentribüne aus begrüßten Staatspräsident Raimonds Vejonis und Verteidigungsminister Raimonds Bergmanis die insgesamt etwa 700 Soldaten, Nationalgardisten, Grenzschützer, Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Dabei mahnten sie an die Bedeutung dieses Datums und rühmten die Versammelten als gesellschaftliches Vorbild.

Soldaten im Panzerfahrzeug beteiligen sich an der Parade, Foto: Valsts prezidenta kanceleja

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Lettische Kunstausstellungen im Mai 2018 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 03. Mai 2018 um 13:03 Uhr

Fluxus im Exil, Modernität des Jugendstils und Überschwemmungen im Frühling

Straume, SkizzeValdis Abolins ist der Öffentlichkeit kaum bekannt. Als Twen engagierte sich der Exillette in den 60er Jahren in der Aachener Studentenszene, veranstaltete mit Fluxus-Künstlern ein Happening in der Hochschule - und sorgte prompt für einen Skandal. Ein Jahrzehnt später war Abolins Gschäftsführer der Westberliner Neuen Gesellschaft für bildende Kunst und machte lettische Künstlerinnen und Künstler in Deutschland bekannt. Abolins starb 1984 in Westberlin, sein Name steht stellvertretend für das Schicksal von Kulturschaffenden, die in der Diaspora einen Neubeginn wagten. Im lettischen Nationalmuseum ist den emigrierten Künstlern, die von Gotland bis New York eigene Zentren bildeten, eine Ausstellung gewidmet. Was ist typisch am lettischen Jugendstil? Diese Frage lässt sich beantworten, wenn man lettische und internationale Exponate jener Zeit vergleicht. Im internationalen Kunstmuseum Rigas Birza sind Grafiken, Bilder und verziertes Design aus der Jugendstilzeit zu sehen. Eine Künstlergruppe in Daugavpils beschäftigt sich mit dem Thema Flut im Frühling. Hier die Zusammenfassung von PR-Texten lettischer Museen für den Mai 2018.

Julijs Straume (1874-1970), Skizze, Foto: LNMM

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Lettland: Verwickelte Abwicklung von KKV Liepajas Metalurgs PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 28. April 2018 um 12:00 Uhr

Kein Stahl mehr aus Liepaja

ElektrohochofenDie Hafenstadt Liepaja war einst ein wichtiger Industriestandort und das Stahlwerk Liepajas Metalurgs eines ihrer größten Firmen. Sportvereine und die Sporthalle trugen den Namen Metalurgs. Doch seit der Finanzkrise kamen die Stahlkocher nicht mehr aus der Verlustzone. Ein Kredit, für den der Staat bürgte, und die Investition in einen modernen Elektroschmelzofen brachten keine Wende. 2013 meldeten die Aktionäre Insolvenz an, die Regierung veräußerte Metalurgs an die ukrainische KKV Group, der die Sanierung misslang und die sich danach mit der lettischen Regierung vor internationalen Schiedsgerichten stritt. Seit September 2016 ist KKV Liepajas Metalurgs endgültig insolvent und wird nun in Auktionen stückweise zerlegt und verkauft.

Ein Elektro-Hochofen, Foto: „Fotothek df n-08 0000383“ von Deutsche Fotothek‎. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 de über Wikimedia Commons.

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