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Münster, 22.7.2017
Maija Tabaka und ihre Zeit in Westberlin PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 10. Juni 2017 um 14:16 Uhr

Kosmopolitisch und lettisch zugleich

Vostell porträtiert TabakaTabaka wurde am 5.11.1939 in Jelgava geboren. Ihr Vater war Bauingenieur, die Mutter Näherin. Im Krieg musste die Familie mehrmals den Wohnort wechseln, schließlich zog sie nach Riga. Maija Tabaka bezeichnete sich im Interview mit Viestarts Gailītis als ausgezeichnete Schülerin (arterritory.com). Doch ausgerechnet im Zeichnen erhielt sie schlechte Noten. An den Wochenenden gab Auseklis Bauskenieks der Zwölfjährigen Nachhilfe. Sie ging zunächst aus Mitleid zu ihm, damit er wenigstens eine Schülerin hatte. Ihr gefiel es, dass er sie nicht von oben herab behandelte. Allmählich fand sie Gefallen am Zeichnen. Bauskenieks lehrte sie die Grundlagen des Impressionismus`, an dem sie sich fortan bei der Farbgebung orientierte. Zugleich interessierte sie sich für Psychologie, Porträts und für linearen Rhythmus. Ihre Werdegang an der Rigaer Kunstakademie war holprig. Sie begann mit einem Studium in der Grafik-Abteilung, wechselte dann zur Malerei. Agnese Pundina und Paula Luse (arterritory.com) schildern in ihrem Artikel über Tabaka, weshalb sie als Studentin die Kunstakademie 1961 verlassen musste: Ihr Bild “Die Ananas-Esser” sei formal fehlerhaft gewesen, die Urheberin des Bildes unbegabt. Das war ein Schock für die experimentierfreudige Studentin. Sie stritt sich mit ihrem Vater, der den Ausschluss mit ihrer angeblichen Faulheit begründete. Tabaka schlug sich in Riga durch, ging dann für fünf Monate nach Moskau. Danach kehrte sie zurück und wurde an der Kunstakademie wieder aufgenommen. Sie entwickelte sich zu einer der bekanntesten zeitgenössischen Künstlerinnen Lettlands. Ihr Weg zur internationalen Anerkennung führte über Westberlin.

Wolf Vostell porträtiert Maija Tabaka mit Kamera, 1978, Zuzānu kolekcija. Foto: Jānis Pipars

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Lettische Kunstausstellungen im Juni 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 08. Juni 2017 um 00:00 Uhr

Maija Tabaka, Valdis Abolins und die skandalöse Fluxus-Truppe

Künstlerhaus BethanienMaija Tabaka, eine der bekanntesten Malerinnen Lettlands, kam 1977 nach Westberlin und lernte dort eine recht bunte und forsche Kunstszene kennen. Ihr Landsmann Valdis Abolins, der 1984 in Berlin gestorben ist, hatte den Aufenthalt vermittelt. Tabaka porträtierte deutsche Künstler wie Wolf Vostell, dessen Happenings so manche in Rage versetzt hatten. Atis Ievins und Inga Meldere setzen sich mit den Farbbildern einst und jetzt auseinander. Liene Mackus und Arturs Arnis entwickeln mit Landschaftsbildern eine realistische Poetik. Hier die Zusammenfassung aus den PR-Texten der lettischen Kunstmuseen für den Juni.

Im Berliner Künstlerhaus Bethanien hatte Maija Tabaka 1979 eine Ausstellung, Foto: tian2992 from Guatemala, Guatemala - Künstlerhaus Bethanien, CC BY-SA 2.0, Link

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Lettische Kommunalwahl am 3.6.2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Sonntag, den 04. Juni 2017 um 00:00 Uhr

Nils Usakovs kann Bürgermeister bleiben

Rathaus RigaDie Koalition der Rigaer Stadtregierung erreicht mit 50,82 Prozent wieder die absolute Mehrheit (cvk.lv). Diesmal bildeten die beiden Parteien, die Bürgermeister Usakovs und seinen Stellvertreter Andris Ameriks unterstützen, eine gemeinsame Wahlliste. Solche Zusammenschlüsse ermöglichen kleinen Parteien, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Usakovs` Partei Saskana und Ameriks` Gods kalpot Rigai errangen damit entgegen letzter Prognosen doch noch den Wahlsieg. Die Stadtregierung wird aber über sieben Abgeordnete weniger verfügen als bisher. Saskana ist sozialdemokratisch orientiert und gilt als Fürsprecherin der russischsprachigen Minderheit. In Riga sind die Bürger russischer Herkunft in der relativen Mehrheit. Die kleine Lokalpartei und Mehrheitsbeschafferin Gods kalpot Rigai hat ein auf christlichen Werten basierendes Programm. In Ventspils erreichte die Partei des Bürgermeisters Aivars Lembergs wieder mal die absolute Mehrheit. In allen größeren Städten können voraussichtlich die amtierenden Bürgermeister ihr Amt behalten.

Im Rigaer Rathaus kann Nils Usakovs weiter regieren, Foto: By Selfmade - Paša darbs, Neaizsargāts darbs, Saite

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