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Sportjahr 2009 - das war's für Lettland
09.12.2009
"Virsliga" bedeutet einfach: "Oberliga"
 
Champions wurden die Metaller aus Liepaja, doch schaffte es der FK Ventspils immerhin in die Europa League, Foto: "Papuass" auf Wikimedia Commons
 
Das Sportjahr 2009 geht zu Ende. Was hat es aus lettischer Sicht gebracht? Um diese Frage ausführlich zu beantworten, reichen weder die Kapazitäten der Redaktion noch der Horizont des zuständigen Redakteurs. Letzterer erschöpft sich leider fast ausschließlich auf den Fußball; allenfalls im Winter wird die beschränkte Sicht auf das Eishockey ausgeweitet. Doch dazu später.
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Parex-Bank will nicht mehr Parex-Bank sein - aber trotzdem weitere 100 Millionen Lats vom Staat
28.11.2009
In der Nähe befindet sich das FinanzministeriumNils Melngailis betätigt sich seit dem letzten Dezember als eingesetzter Krisenmanager der Parex-Bank. Seine Angestellten hatten sich verspekuliert und standen vor dem Bankrott. Die Regierung von Ivars Godmanis rettete im Herbst 2008 das zweitgrößte private Geldinstitut des Landes mit 670 Millionen Lats (=939 Millionen Euro), übernahm zunächst 51 Prozent der Aktien, später 85 Prozent. Diese Pleite beschleunigte die wirtschaftliche Talfahrt derart, dass Lettland wenig später einen Milliardenkredit des Internationalen Währungsfonds benötigte. Seitdem sehen sich die lettischen Regierungen zu einem strikten Sparkurs gezwungen, unter dem vor allem Rentner und staatliche Bedienstete, indirekt aber auch die Arbeitnehmer der Privatwirtschaft zu leiden haben. Die Wirtschaft schrumpft unter deflationären Bedingungen und die Letten leben nun mit der höchsten Erwerbslosenquote in der Europäischen Union. Melngailis erklärte gegenüber dem TV-Polit-Magazin de facto, dass sein `systemrelevantes` Geldhaus weitere 100 Millionen Lats (=140 Millionen Euro) vom Staat brauche. Er plant, die Schulden und wertlosen Papiere in eine Bad Bank auszulagern. Aus Imagegründen erwägt der Parex-Vorstandsvorsitzende, den Namen seiner Pleitefirma zu ändern. Derweil kritisiert der jetzige Premier Valdis Dombrovskis . wie die staatliche Übernahme in der Zeit der Vorgängerregierung vonstatten ging: Unter anderem seien mit dem Parex-Personal überhöhte Gehälter und Abfindungen vereinbart worden.
 
Die Parex-Zentrale in der Rigaer Altstadt, Foto: UB
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Vorbericht: FK Ventspils gegen Hertha BSC Berlin am 3.12.09
20.11.2009

Weiß-Blau wie der Himmel in BayernFür die izlase ist die WM 2010 abgehakt. Dabei besaßen die Rot-Weiß-Roten durchaus eine Chance in der Qualifikation, in der sie im entscheidenden Spiel weniger an den Griechen scheiterten als an den Unzulänglichkeiten ihrer Abwehr und einem Unparteiischen, der das Prädikat nicht verdiente. Den Kickern, die daheim am Fernseher Griechenlands gurkiges Nullzunull in den Playoffs gegen die Ukraine verfolgten, muss das Herz so stark geblutet haben, dass ihre Trikots nur noch rot waren.

 

In Blau-Weiß spielt auch die Hertha. Ganz so schwach wie hier der Gegner aus der lettischen Virsliga dürften sich die Berliner gegen Ventspils (die Nummer 13, Andrejs Agafonovs, jagt gerade einem Verteidiger den Ball ab) nicht präsentieren. Foto "Papuass" auf Wikimedia Commons
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