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13.08.2010 |
 Ein solcher Wagemut verdient Respekt: Vor dem Abitur hatte sich Jana Wieser dazu entschlossen, ein Jahr in Lettland zu verbringen. Sie erhielt dafür ein Stipendium der deutschen Sektion des Youth for Understanding (YFU) Komitees. Für die Schülerin war es eine Reise in ein nahezu unbekanntes Land. Inzwischen hat sich ihre Neugier nach einem Jahr in lettischen Gastfamilien in enge Verbundenheit verwandelt. Die Bremerin, die in diesem Frühjahr ihr Abitur machte, hat lettische Freunde gefunden und sehnt sich nach den Reizen der lettischen Landschaft zurück. Die Lettische Presseschau sprach mit ihr über ihre Erfahrungen als Schülerin und Gast in der lettischen Hauptstadt Riga. Jana Wieser in Lettland, Foto: www.yfu.de |
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26.06.2010 |
Letten behaupten, dass sie nur oberflächlich christianisiert worden seien. Ob katholisch oder lutheranisch, dem lettischen Leibeigenen eines deutschbaltischen Barons war es wohl egal, welche religiöse Mode sein Herr gerade pflegte. Die christlichen Missionare wollten aber auch den Heiden das Heil bringen, sie taktierten, übernahmen die Riten des Volksglaubens, erklärten die liebe Sonne zum christlichen Symbol und die Bauern guckten wohl recht verdutzt aus dem Eichenlaub, als ein Sendungsbewusster ihnen erklärte, dass ihre Fete aus uralten Zeiten in Wirklichkeit dem Johannes gewidmet sei. Der hatte sich einst demütig geweigert, den Herrn zu taufen. Vielleicht gefiel den Heiden der Gedanke an diese Nichttaufe. Sie selbst waren ja wenig begeistert, als sie von den Pfarrern benässt wurden. Die Mär geht um, dass die zur Taufe Genötigten anschließend in die Daugava sprangen, um sich von dieser unheimlichen Flüssigkeit zu reinigen.
Zum lettischen Johannisfest gehört der Gang zum Nachbarn, um ihn mit Ligo-Gesängen zu erfreuen. Foto: UB
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01.06.2010 |
Fahnder der lettischen Antikorruptionsbehörde KNAB durchsuchten am 18.5.2010 das Büro und die Wohnung des Bürgermeisters Raimonds Munkevics. Einen Tag später saß er in der Arrestzelle. Die Stadträtin Marija Vorobjova hatte ihn zuvor auf einer Pressekonferenz belastet: Munkevics habe die Leitung der städtischen Konzerthallen gezwungen, einen Vertrag mit dem Privatunternehmen Priority abzuschließen, der die Kommune benachteilige. KNAB ermittelt wegen Bestechungsvorwürfen. Munkevics ist nicht der erste Politiker Jūrmalas, der wegen unsauberer Geschäfte hinter Gittern landete. In Lettlands Korruptionsmetropole interpretieren manche Herrschaften die Losung `Privat vor Staat` recht speziell. Die jüngsten Vorfälle sind willkommener Anlass, sich im international bekannten Badeort einmal umzuschauen. Auf Filzpantoffeln schleicht der Skandaltourist ins videoüberwachte Gestrüpp. Bei manchem Bauobjekt wird er sich fragen, ob es bei seiner Genehmigung mit rechten Dingen zuging. Begleiten Sie ihn auf seinem Rundgang durch Jūrmalas ebenso eigentümliche wie unterhaltsame Niederungen.
In Jurmala lauert noch so manches Dschungelgewürm auf den Topkiller, Foto: UB |
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