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20.05.2010 |
 Armut kann schick sein. Dafür hat die lettische Modedesignerin Agnese Narņicka einen geschulten Blick. Sie betrachtete Menschen, die in den Städten weder Arbeit noch Wohnung ergatterten und trotzdem in ihnen hausen müssen. Obdachlose, die samt Bahnhofsmission aus noblen DB-Stations hinausgefegt werden oder Bettler, die mit forderndem Plastikbecher Passanten im Konsumrausch stören: Solche “Sliņķi”, also “Faulpelze”, wie die Pressemitteilung des Baltijas modes federācijas preses dienests diese Schädlinge am Bruttosozialprodukt politisch ziemlich inkorrekt nennt, erfahren nun die Aufmerksamkeit einer Branche, die sich bislang doch eher am Geschmack benerzter Düsseldorferinnen orientierte, die wiederum vor allem am Befrackten im Manne ihr erotisches Interesse zeigen. Lettische Mode von Agnese Narnicka, passend zu den Krisenjahren, Foto: www.baltic-fashion.de
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09.02.2010 |
 Wie weiße Salbe bedeckt der Schnee das Viertel, verdeckt baufällige Dächer, die der Last noch standhalten, Schlaglöcher auf den Straßen, Pflaster und Asphalt von Rigas Maskavas Forštate, dem bittersüßen Vorstadtviertel mit den modrigen Holzhäusern. Das Schneetreiben übertüncht die Meldungen der Krisenticker. So etwas hat der winterfeste Lette selten geschaut. Twens behaupten, sie hätten solche Schneemassen noch nicht erlebt. Dieses Erstaunen mildert den Stress mit der Jobsuche. Um so mehr schuften die Seniorinnen, die sich als Hausmeisterinnen der zahllosen Plattenbauten verdingen. Sie schippen den Schnee unentwegt und unermüdlich, während ich mich zur gemächlichen Schreibtischarbeit davonstehle. Die malerischen Eiszapfen sind tückisch. Foto: UB
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15.12.2009 |
Umstrittene Einführung des digitalen Fernsehens Die Umstellung auf digitales Fernsehen soll in Lettland früher erfolgen als zunächst geplant wurde. Bereits ab Januar 2010 sollen sich Zuschauer, die noch mit einer gewöhnlichen Hausantenne ihre Flimmerkiste betreiben, darauf einstellen, TV-Sender nach und nach nur noch digital, also mit einem Decoder zu empfangen. Dieser soll um die 40 Lats kosten, was für manche arme Haushalte unerschwinglich wäre und von Kritikern als zu teuer angesehen wird. Digitales Fernsehen hätte für den öffentlich-rechtlichen Sender LTV Vorteile, die Kosten seiner landesweiten Ausstrahlung würden sich verringern. Der Privatsender TV3 möchte dagegen beim analogen Signal bleiben. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts GFK Baltic ergab nun, dass dreißig Prozent der lettischen Bevölkerung nicht ganz klar ist, was die Umstellung auf digitales Fernsehen technisch für sie bedeutet, 17 Prozent seien sogar besorgt. Nur 14 Prozent bewerteten die Einführung dieser neuen Technik positiv. Der Rigaer Fernsehturm auf der Haseninsel in der Daugava. Foto: Wikimedia Commons
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17.11.2009 |
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"Der Lichtträger", Projekt von Visvaldis Asaris, Foto: UB
Das Lichtfestival Staro Riga, das im letzten Jahr erstmals zum 90. Geburtstag der lettischen Republik gezeigt wurde, war ein Publikumsmagnet. So ist es nur folgerichtig, dass es in diesem Jahr mit neuen Lichtobjekten wieder präsentiert wurde. Vom 14. bis zum 18. November konnten sich Jung und Alt, Rigenser und ihre Gäste aus dem In- und Ausland, an dieser zauberhaften Lichtkunst erfreuen. Die Lettische Presseschau zeigt eine Auswahl der insgesamt 56 Orte, wo die Nacht schöner als der Tag wurde.
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