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Münster, 20.11.2017
Pro eine Million Einwohner hatte Lettland 2014 die meisten Verkehrstoten PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 26. März 2015 um 00:00 Uhr

Auffahrt zur Südbrücke in Riga-KengaragsDas Flugzeugunglück in den französischen Alpen macht auch in der lettischen Presse Schlagzeilen. Die ganze Welt nimmt Anteil, wenn so viele Menschen auf einen Schlag sterben. Weniger Aufmerksamkeit findet der alltägliche Tod auf den Straßen. An den erinnern die Statistiker. EU-Transport-Kommissarin Violeta Bulc veröffentlichte gerade Erläuterungen zu den Verkehrsopferzahlen für 2014. Demnach kamen in den 28 EU-Mitgliedstaaten im letzten Jahr 25.700 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben, mehr als 200.000 wurden verletzt. Es wäre ein Hohn für die Angehörigen dieser 25.700 Toten, diese Zahl als Erfolg zu bezeichnen. Doch sie ist Teil eines günstigen Trends. Bulc schreibt in ihrer aktuellen Publikation zur EU-Straßensicherheit, dass 2014 immerhin 5.700 Verkehrstote weniger zu beklagen waren als 2010. Damals hatten die meisten Länder noch mehr als 80 Tote pro eine Million Einwohner verzeichnet. Heute wird diese Schwelle nur noch von fünf Staaten übertroffen. Leider ist Lettland das Land mit der relativ höchsten Opferzahl. 2014 starben hier pro eine Million Einwohner 106 Verkehrsteilnehmer als Auto- oder Motorradfahrer, Biker oder Fußgänger - mehr als doppelt so viel wie im EU-Durchschnitt, der 51 Opfer beträgt. In der mittleren Baltenrepublik hat sich die Zahl der Toten sogar leicht erhöht. Die lettische Polizei nennt Gründe für die schlechte Entwicklung.

Neue Brückenbauten in Riga-Ķengarags, doch lettische Straßen sind nicht überall auf dem neuesten Stand, Foto: LP

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Sonnenfinsternis in Lettland am 20. März, ab 10.56 Uhr PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 19. März 2015 um 00:00 Uhr

Trickfilm zur Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis - schöner als in Wirklichkeit: „Solar Flare Moon Eclipse NASA SDO AIA CME FQTQ“ von Patrick McCauley/From Quarks to Quasars/SDO - http://www.fromquarkstoquasars.com/?p=16742. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Am 20.3.2015 lässt sich über Europa eine Sonnenfinsternis beobachten, von Lettland aus von 10.56 Uhr bis 13.14 Uhr. Dann wird sich der Mond vor die Sonne schieben und um 12.05 Uhr zu Vierfünftel abdecken. Dieses Naturphänomen ist alle zwei bis sechs Jahre zu beobachten. Darüber informierte der Leiter der Lettischen Astronomischen Gesellschaft (Latvijas Astronomijas biedrības), Mārtiņš Gills, das Nachrichtenportal lsm.lv.

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Eine rettende Vision zur Weihnachtszeit PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 23. Dezember 2014 um 12:35 Uhr

Bäume mit beleuchtetem WeihnachtsschmuckOb Gott existiert, ist bekannte Streitfrage zwischen Gläubigen und Atheisten. Folgende Geschichte aus der lettischen Volksliteratur hat wohl beiden Parteien etwas zu sagen. Sie stammt aus der großen Sammlung "Lettische Märchen und Sagen" von Pēteris Šmits, die ins Deutsche übersetzt wurde. Die Mitarbeiter der Lettischen Volkskundlichen Sammelstelle haben bislang die Bände 13 bis 15 zweisprachig im Internet veröffentlicht. Die kleine Erzählung von einem Mann, der sich nachts im Wald verirrt, ist dem 13. Band, dem Kapitel "Gott erbarmt sich der Gehorsamen", entnommen. Atheisten mögen die nächtliche Erscheinung des Irrenden für bloße Einbildung halten, doch es ist eine göttliche Vision, die ihn in der Verzweiflung rettet. Sie passt also zur weihnachtlichen Botschaft. Hier geht es zur Geschichte.

Weihnachtsbeleuchtung im Rigaer Stadtpark, Foto: LP

 
Weihnachtszeit in Riga 2013 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 21. Dezember 2013 um 00:00 Uhr

Blau beleuchtete Eisenbrücke in Riga

Der protestantische Lette weiß sich die düstere Jahreszeit fein zu beleuchten. Wie der katholische Pole scheut er die Farbe nicht. Und so beglitzert eine bunte Pracht die nächtlichen Gefilde der lettischen Hauptstadt. Nicht nur der Weihnachtsschmuck glänzt rund um Milda, die hiesige Nationalheilige. Die neue stattliche Bibliothek, die sich "Lichtburg" nennt, macht ihrem Namen bereits alle Ehre. Und der Glastower von Lettlands größter Bank, das höchste Haus der Stadt, gibt sich als Unschuldsengel. Wer die Bildergalerie unter "Weiterlesen" betrachtet, wird feststellen: In Riga ist es ähnlich vorfrühlingshaft wie in Berlin. Da ist es nichts mit weißer Weihnacht, doch wo der Schnee fehlt, frieren dem Fotografen die Däumchen nicht ein. So mancher Deutsche fragt sich schon, woher der Lette, der doch wacker sparen soll, das Geld für einen solch funkelnden Lichterglanz herhat: Die Rigaer Fahrradrikschafahrer versammeln sich in dieser Jahreszeit in der Sporthalle, stellen die Hinterachse hoch und treiben für einen Teller Graupensuppe die städtischen Stromgeneratoren an. Es ist eben Aprilwetter.

Foto: LP

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