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Münster, 20.11.2017
Lettland: Riga zur Blütezeit vor Johannis - eine umstrittene Erfolgsgeschichte PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 21. Juni 2012 um 00:00 Uhr

Wolken spiegeln sich im AsphaltDas Flanieren im Frühsommer, kurz vor dem Johannis-Sonnwendfest, ist in Lettland gewohnte Gangart. In Riga wandeln Familien auf der Promenade von Ķengarags, dem Stadtteil an der neuen Südbrücke. Sie beobachten die Badegäste im Ufergras an der Daugava. Diese sieht man zwar nicht im Fluss baden, doch Badehose und Bikini lassen viel Platz für die zu bräunende Haut. Der lettische Sommer gewährt durchaus Temperaturen bis zu 30 Grad. Lettland teilt seine Breitengrade mit Dänemark und Südschweden. Das heißt: Lettland ist nicht der Wintergarten vom Nordpol. Das ist zuweilen in Deutschland noch erklärungsbedürftig. Die flache Ostsee erreicht im Sommer zuweilen Badetemperaturen – wenn Sonnengöttin Saule gut gelaunt ist. Doch Saule ist launisch, weint häufig, weil ihr Mann Mēness, der Mond, sich in der Nacht mit fremden Planeten herumtreibt, besonders die Venus hat es ihm angetan.

Wolkenasphalt in Riga, Foto: LP

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Lettland: Radfahrer sind immer häufiger Verkehrsopfer PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 29. Februar 2012 um 00:00 Uhr

Fahrradweg an der DaugavaDie lettische Polizei teilte am 15.2.12 mit, dass Radfahrer in den letzten beiden Monaten häufiger bei Unfällen verletzt oder gar gestorben sind. Vom 1. Dezember bis 15. Februar starben auf Lettlands Straßen fünf Radfahrer. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum verloren zwei Fahrradfahrer ihr Leben. Obwohl im Winter bei Wind und Eis weniger Letten das Rad nutzen, verzeichnen die Behörden mehr Opfer. Vertreter der Polizei weisen auf mangelndes Sicherheitsbewusstsein hin.

Denkmal für den neuen Fahrradweg am Daugava-Ufer in Ķengarags in Riga. Die lettische Hauptstadt wird allmählich fahrradfreundlicher. Aber es gibt noch viel zu tun, Foto: LP

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Klirrende Kälte in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 31. Januar 2012 um 11:08 Uhr

SchneespurenDas Quecksilber hat sich ins Thermometer-Kügelchen verkrochen. Wer jetzt seine Ohren nicht schützt, hat bald keine mehr. Der lettische Winter bleibt abwechslungsreich. Glich er zum Jahreswechsel noch einem verregneten und stürmischen Herbst, verwandelt er nun das zarte Ostseeklima in sibirische Kälte, deren Ende noch nicht absehbar ist. Diese gibt sich sonnig schön, macht aber bei Temperaturen bis minus 20 Grad und mehr, wie sie im ostlettischen Lettgallen mancherorts zu messen sind, den Spaziergang ohne Mütze, Schal, zweiten dicken Pullover unter dem Mantel, Handschuhe, lange Unterhose und gleichsam dicke Socken in festen Schuhen zum riskanten Unterfangen. Bereits diese Anziehprozedur verleidet den Gang ins Freie. Zehn Minuten reichen, um sich ungeschützt Gliedmaßen abzufrieren. Die Medien geben Tipps, wie man sich vor Erfrierungen schützt. Besonders Obdachlose sind betroffen.

Schnee bedeckt nun allenthalben Lettland, Foto: LP

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Sturmtief Ulli suchte auch Lettland heim, das in hundert Jahren zu einer Gaiziņkalns-Hallig werden könnte PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 05. Januar 2012 um 16:36 Uhr

Heftige Stürme, die Großbritannien aufwirbeln, zerzausen ein bis zwei Tage später auch die Bernsteinküste. Am 5. Januar fegte Ulli über die lettischen Ostseestrände. In der Hafenstadt Ventspils erreichte der Sturm mit 111,6 Stundenkilometern fast Orkanstärke. Größere Schäden meldeten Polizei und Feuerwehr nicht. Doch die Zeit brausender Luftmassen bereitet den Reparaturkolonnen des Stromversorgers Latvenergo stets viel Arbeit: Dann sind tausende Haushalte ohne Strom, weil in der Provinz an vielen Stellen die Überlandleitungen unterbrochen sind. Klimaveränderungen lassen sich mit einem einzelnen außergewöhnlichen Wetterereignis nicht nachweisen. Dennoch nutzte Jānis Brizga, Leiter der Nichtregierungsorganisation Zaļā brīvība (Die grüne Freiheit) die stürmische Witterung für eine beunruhigende Prognose.

Sturm knickt die Bäume, Foto: W.J.Pilsak auf Wikimedia Commons

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