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Münster, 22.9.2017
„Hooliganismus“ am Nationaldenkmal PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 10. Dezember 2016 um 00:00 Uhr

Ein deutsch-spanisches Pärchen beim Sex erwischt

NationaldenkmalEndlich mal was für die LP-Boulevardrubrik: Ein junger Deutscher hatte mit einer etwa gleichaltrigen Spanierin Sex am Allerheiligsten Lettlands: am Nationaldenkmal in der Innenstadt von Riga. Darüber berichtete tvnet.lv am 9.12.16. Sicherlich fühlten sich die beiden unbeobachtet, denn sie frönten ihrer heißen Leidenschaft in der kalten Frühe, um halb sechs Uhr morgens. Die Liebe zu Lettland lässt sich hier mit Kränzen, Blumen und Kerzen bekunden. Körperliche Liebe gilt hingegen als Sakrileg. Dumm für die beiden war, dass der Platz rund um die Uhr mit Videokameras überwacht wird. Schon nach wenigen Minuten erschien ein Polizeiauto. Die Ordnungshüter kamen dennoch zu spät, um gegen den Begattungsvorgang im Rücken der Milda – so heißt die allen Letten bekannte Skulptur auf der Spitze des Denkmals – rechtzeitig einzuschreiten. Wegen geringfügigen Hooliganismus` musste das Pärchen jeweils 250 Euro berappen. Beide zeigten sich reuig und rechtfertigten sich vor den Polizisten, von der Bedeutung des Denkmals nichts gewusst zu haben. Sie erwiesen sich als solvent und zahlten gleich an Ort und Stelle mit der Bankkarte. So profitierte zumindest die lettische Staatskasse. Auf tvnet.lv wird das Geschehen eifrig kommentiert.

Das Nationaldenkmal, auf der die Milda die drei goldenen Sterne der lettischen Regionen trägt, ist der wichtigste Gedenkort des Landes, Foto: LP

 

Der Link zum auf einer lettischen Webseite publizierten Polizeivideo wurde entfernt, denn die LP erreichte folgender Leserinnenprotest:

"denn stellen Sie sich vor, Sie wären eineR von den beiden - einfach grauenhaft, wenn jetzt die ganze Welt dabei zusehen kann. Das sollten Sie wirklich nicht unterstützen..."

 

Weiterer Leserbrief:

"Eine Leserin schrieb: "denn stellen Sie sich vor, Sie wären eineR von den beiden - einfach grauenhaft, wenn jetzt die ganze Welt dabei zusehen kann. Das sollten Sie wirklich nicht unterstützen..."

Dieser Leserin wäre zu antworten: Die Beiden haben sich das Denkmal nicht von ungefähr ausgesucht. Sie woll(t)en doch in die Medien, sonst wären sie ins Hotel gegangen (solvent, wie sie sind).  Beide hätten  vermutlich nichts gegen eine öffentliche Zurschaustellung einzuwenden. Die Mediengeilheit sollte man nicht unterstützen: selbes Resultat, aber andere Ursache. So viel Differenzierungsfeinheit sollte schon sein."

Arturs I.


 

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