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Münster, 22.1.2018
Der besessene Waldhüter - eine lettische Sage zur Osterzeit PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 25. März 2016 um 00:00 Uhr

Der Tod eines Zauberers

Beerdigung eines Kolonisten in WolhynienVon der „Latviešu pasakas un teikas“, der umfassendsten lettischen Märchen- und Sagensammlung, die Pēteris Šmits zwischen 1925 und 1937 herausgab, sind die Bände 13 bis 15 mit deutschen Übersetzungen im Internet zugänglich. Über die Geschichte dieser Publikation hat die LP bereits berichtet. Zum Thema "Burvju nāve" (Tod der Hexenmeister) ist eine Geschichte aus Talsi überliefert. Sie zeigt den Widerstreit zwischen den alten, verteufelten heidnischen Mächten und dem neuen christlichen Glauben und warnt davor, mit der Karfreitagshostie Schindluder zu treiben.

Bestattungen halten so manche Gruselgeschichte parat, Foto: Von Unbekannt - Nikolaus Arndt: Die Deutschen in Wolhynien. Ein kulturhistorischer Überblick. Adam Kraft Verlag, Würzburg 1994, ISBN 3-8083-2016-8, S. 41, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43931283

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Familienforscherin und Rechercheurin Agnese Lūse PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 03. Dezember 2015 um 00:00 Uhr

Entdeckungsreisen in Kirchenbüchern und Seelenrevisionen

Lettischer Ort

Der lettische Ort Dobele. Die persönlichen Geschichten zu den alten Orten zu ermitteln ist Agnese Lūses Auftrag, Foto: Ints Lūsis

Die Anfrage eines bekannten deutschen Filmregisseurs brachte die lettische Germanistin Agnese Lūse auf eine berufliche Idee: Im Auftrag anderer Leute die lettische und deutschbaltische Geschichte erkunden. Nun recherchiert sie für Nachfahren von Verwandten, die einst in Lettland gelebt haben und ermittelt deren Herkunft und Geschichte. Leute aus Lettland, Deutschland und aus aller Welt gehören zu ihrer Kundschaft. Sie recherchiert über Ahnen von Letten, Deutschbalten und Juden. So lernt sie die persönlichen Geschichten aus unterschiedlichen Epochen kennen. Dabei hält gerade das 20. Jahrhundert viele traurige Kapitel bereit. Agnese Lūse lernt sie in Gesprächen mit Zeitzeugen oder in den Dokumenten und dem Fotomaterial der Archive kennen. Mit der Lettischen Presseschau sprach sie über ihre Arbeit.

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320 Jahre Mentzendorff-Haus PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 22. Oktober 2015 um 00:00 Uhr

Feinkost von Rigas Sünderstraße

Mentzendorff-ReklameIn der Nähe des Schwarzhäupterhauses gelegen wirkt das ehemalige Geschäft der Familie Mentzendorff etwas unscheinbar. Doch fasst man die spitz ragende Giebelseite mit der Kranvorrichtung und die barocke Fensterpracht ins Auge, erkennt man die Besonderheiten des Gebäudes, eines der ältesten Wohn- und Geschäftshäuser der Stadt. Reizvoll ist auch seine Adresse: Grēcinieku iela 18 – die Sünderstraße 18. Wer sich nun Hoffnungen macht, hier pikante Verstöße gegen das sechste biblische Gebot zu vernehmen, den muss dieser Artikel leider bitter enttäuschen. In diesem Etablissement wurde nicht im auffälligen Maß Ehebruch betrieben, sondern exklusiv Speis und Trank wie Schokolade und Kaffee feilgeboten, also leibliche Reizmittel, die schon für unter 18jährige legal zu erwerben sind. Das Haus, das heute Museum und deutsch-lettische Begegnungsstätte ist, diente in seiner langen Geschichte verschiedenen Zwecken. Daran erinnerten Ilona Audere, Leiterin des Mentzendorffhauses, und Nora Rutka, Geschäftsführerin des deutsch-lettischen Kulturvereins Domus Rigensis, der hier sein Büro hat. Sie organisierten mit vielen Helferinnen und Helfern die Jubiläumstage zum 320jährigen Bestehen. Am 14.10.2015 informierten Referenten über die Geschichte des Gemäuers, am Tag darauf konnten sich Besucher an den Köstlichkeiten berauschen, wie sie einst in diesen Räumen verkauft wurden.

Mentzendorff-Reklame, Foto: LP

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