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Münster, 21.2.2017
Krišs Salmanis, Anna Salmane und Kristaps Pētersons erhalten den Purvītis-Preis 2017 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 18. Februar 2017 um 10:18 Uhr

Das “nationale Wertesystem” infrage gestellt

SalmaniMāra Lāce, Leiterin des Lettischen Nationalmuseums der Kunst und Jānis Zuzāns, Vertreter eines Museumssponsors, verkündeten am 17.2.2017 die diesjährigen Gewinner des Purvītis-Preises. Dieser wird seit 2009 alle zwei Jahre vergeben. Mit 28.500 Euro ist er der höchst dotierte Preis für moderne lettische Kunst. Krišs Salmanis, Anna Salmane und Kristaps Pētersons erhielten die Auszeichnung für ihre Ausstellung “Dziesma” (Lied). Die Künstler interessierten sich für die traditionellen Liedertexte, die auf den Abschlusskonzerten der großen Chorfestivals zwischen 1990 und 2013 gesungen wurden. Sie zählten, welche Substantive am häufigsten vertont wurden. Das meist verwendete Hauptwort in diesen Liedern ist demnach “Saule” (Sonne), gefolgt von “Meita” (Tochter) und “Dievs” (Gott). Für ihre Ausstellung wählte die Gruppe das Wort “Gott” aus. Kristaps Pētersons gestaltete aus 184 Liederfragmenten die Collage “Gottesländchen I”. Zudem wurde aus den “Gott” begleitenden Tönen eine Komposition zusammengestellt, die gleiche laut Kunstexpertin Elita Ansone zwar einer Kakophonie, also einer missklingenden Tonreihe, doch sie gebe die exaltierten Emotionen der Liederfeste wieder. “Die Komposition schafft einen surrealen Effekt, als ob ein Gespenst über uns komme oder eine beschädigte Platte erklingt,” meint Ansone. Der Jury gefiel diese neue Kunstidee. Māra Lāce begründete, weshalb die Juroren die Ausstellung des Künstler-Trios auswählten.

Werk von Krišs Salmanis, Anna Salmane und Kristaps Pētersons, Foto: Monta Ezerlīce

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Joachim Gaucks letzter offizieller Besuch galt Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 16. Februar 2017 um 12:10 Uhr

Einigkeit zwischen dem deutschen und den baltischen Präsidenten

Gauck und VejonisGaucks lettischer Amtskollege Raimonds Vējonis empfing ihn am 9.2.2017 in seinem Amtssitz, der frisch renovierten Rigaer Burg. Dort fanden sich zudem die beiden Staatspräsidentinnen der Nachbarländer ein, die Litauerin Dalia Grybauskaitė und die Estin Kersti Kaljulaid. Die Runde der Staatsoberhäupter besprach die weltpolitische Lage. Am Nachmittag widmete sich der ehemalige evangelisch-lutherische Pastor aus Rostock dem Lutherjahr. Riga war eine der ersten Städte, die reformiert wurden. Andreas Knöpken, ein Anhänger Luthers, predigte in der Rigaer Petrikirche bereits 1522 im protestantischen Sinne. Am Nachmittag besuchte Gauck diese Kirche und nahm an der Umbenennung ihres Vorplatzes in „Reformationsplatz“ teil. Der Fall eines Lüsters aus der Decke der Rigaer Ordensburg sorgte für weiteres Aufsehen.

Gauck und Vējonis vor der Petrikirche in Riga, Foto: Toms Kalniņš, Latvijas Valsts prezidenta kanceleja

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Riga, die Sportstadt PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Ralf Hoeller   
Samstag, den 11. Februar 2017 um 00:00 Uhr

Eine (nicht nur sportliche) Reise in die Vergangenheit mit Riga erlesen, erschienen im Wieser Verlag

RigaRiga scheint, lange ist’s her, mal eine richtig angesagte Sportstadt gewesen zu sein. Heute ist die internationale Bedeutung, misst man sie am Maßstab auf höchstem internationalen Niveau ausgetragener Wettkämpfe, auf eine Sportart geschrumpft: Eishockey. Nur die Kufenflitzer von Dinamo Riga, fester Bestandteil der Kontinentalen Hockey Liga KHL - dem besten, was Eishockeyeuropa zu bieten hat - bieten ihrem Publikum regelmäßig Sport von allererster Güte. Eine Fußballmannschaft von internationalem Rang sucht man seit dem Zwangsabstieg von Skonto Riga in der lettischen Hauptstadt vergebens. Es gibt zwar drei Rigenser Teams in der Virsliga, doch belegten sie in der abgelaufenen Saison die Plätze fünf, sechs und sieben. Wer jetzt einwendet, das sei doch gar nicht so schlecht, dem sei beschieden, dass in der höchsten lettischen Klasse nur acht Mannschaften spielen.

Am Stadteingang der lettischen Hauptstadt, Foto: Kikos auf lv.wikipedia.org, Lizenz

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