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Münster, 03.9.2015
Die Stadt Liepāja (Libau) zwischen Ab- und Aufbruch PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 03. September 2015 um 00:00 Uhr

Gesprengter Betonblock der zaristischen Festung, der in der Ostsee versinkt

Betonfetzen der zaristischen Festung versinken in der Ostsee, Foto: LP

Liepāja, Lettlands drittgrößte Stadt, die noch knapp 76.000 Einwohner zählt, wirkt auf Besucher so vielfältig und kontrastreich wie eine Großstadt. Wer hier flaniert, sieht historistische Altstadtfassaden, Holzhäuser mit pechschwarzen Wänden, einst vornehme, nun leere Kurgebäude, verlassene Industriebauten, eine renovierte Hafenanlage zwischen weißen Sandstränden und Kiefernwäldern. Im Norden, nur mit einer eisernen Drehbrücke mit der Innenstadt verbunden, führt das alte Kriegshafenviertel ein Eigenleben. Hier ist die Kiefernküste von großen zersprengten Betonteilen einer zaristischen Festung durchsetzt. Lettlands größte orthodoxe Kirche befindet sich im Zentrum des abgesonderten Stadtteils. Ihre goldenen Kuppeln leuchten über kastenförmige, abgenutzt erscheinende Wohnbauten hinweg. Die historistischen Fassaden der Militärgebäude bröckeln. Der Abbruch hat seinen speziellen Charme. Die Festungsfetzen, die allmählich in der Ostsee versinken, dienen Fotografen als Kunstobjekt. Die russische Armee zerstörte ihr Bollwerk, bevor es im Ersten Weltkrieg den Deutschen in die Hände fiel. Deren Kriegsschiffe bedrohten die Hafenmetropole bereits am 2.8.1914, ein Tag nach der deutschen Kriegserklärung an Russland. Liepāja bekam fast alle Übel ab, die Europas Geschichte des 20. Jahrhunderts bereithielt.

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Lettland: Nato-Kompetenzzentrum für strategische Kommunikation (COE Stratcom) wurde in Riga feierlich eröffnet PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 29. August 2015 um 00:00 Uhr

Stratcom-EröffnungPolitiker und Diplomaten verschiedener Nato-Staaten besuchten am 20.8.2015 die Eröffnungszeremonie für das neu errichtete Gebäude dieser Einrichtung in der Kalnciema Straße. Sie trägt den sperrigen Titel „NATO Centre of Excellence for Strategic Communications“ oder kurz: „COE Stratcom“. Unter den Gästen befanden sich neben dem lettischen Staatspräsidenten Raimonds Vējonis seine litauische Kollegin Dalia Grybauskaite und US-Senator John McCain. Beide sind für ihre militante Haltung im russisch-ukrainischen Konflikt bekannt. Neben Letten und Deutschen arbeiten Litauer, Esten, Polen, Italiener und Briten am COE Stratcom, das bereits seit einem Jahr in provisorischen Räumen in der Valdemara Straße untergebracht ist. Die Zahl der Mitarbeiter soll in Zukunft von derzeit 28 auf 35 erhöht werden. Jānis Sārts, bislang Staatssekretär im lettischen Verteidigungsministerium, wird die Leitung des Zentrums übernehmen. Seiner Auffassung nach dürfe die Nato feindliche Propaganda nicht mit Gegenpropaganda bekämpfen, sondern müsse die Gesellschaft in die Lage versetzen, „normale, objektive Informationen“ auszuwerten. Kritiker bezweifeln, ob ein Militärbündnis eine solch aufklärerische Rolle spielen kann.

Feierliche Eröffnung des Stratcom-Gebäudes, Foto: Toms Kalniņš, Kanzlei des Staatspräsidenten der Republik Lettland

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Lettischer Fußball: EM-Qualifikationsspiele der izlase PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Ralf Hoeller   
Donnerstag, den 27. August 2015 um 08:13 Uhr

Zuerst in der Türkei, dann gegen Tschechien

Trainer PaharsRund um das erste September-Wochenende muss die izlase zweimal in der EM-Qualifikation antreten. In beiden Begegnungen wird für die Gegner mehr auf dem Spiel stehen als für die Letten. Zunächst empfängt die Türkei die von Marians Pahars trainierten Rot-Weiß-Roten. Die Gastgeber müssen unbedingt gewinnen, um doch noch auf den zwischenzeitlich fast schon abgefahrenen EM-Zug aufzuspringen. Zwar beträgt der Rückstand in der Tabelle auf die Niederlande nur zwei Punkte. Doch liegt der WM-Dritte momentan in der Gruppe A lediglich auf Platz drei, der zu zwei Playoffspielen berechtigt. Die beiden festen Plätze für die Endrunde in Frankreich scheinen für die Türkei bereits außer Reichweite: Spitzenreiter Island hat sieben, Tschechien fünf Punkte Vorsprung.

Marians Pahars, Trainer der lettischen Nationalelf, Foto: "Marians Pahars as Skonto coach" by Mārtiņš Bruņenieks - Paša darbs. Licensed under CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

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