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Münster, 25.10.2014
"Lettland - Zauberwelt im Herzen des Baltikums" - HR-Doku über Kurland und Riga PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 25. Oktober 2014 um 00:00 Uhr

Die Dokumentation "Lettland - Zauberwelt im Herzen des Baltikums", die der Hessische Rundfunk am 17.10.2014 ausstrahlte, ist ein Lettland-für-Anfänger-Film. Eigentlich müsste er "Kurland" heißen, denn seine Macher beschränken sich, von Jūrmala und Riga einmal abgesehen, auf den Westen des Landes. Die Kamera zeigt die touristisch reizvolle Perspektive: Naturparks mit Vögeln, Wildpferden und Auerochsen, Wälder bis zum Horizont, die einsame Kiefernküste. Die Besonderheiten lettischer Kultur werden kurz vorgestellt, Daina-Gesänge und die lettische Art, Flundern und Lachs zuzubereiten. Das Fernsehteam bereiste Lettland zur Zeit der Sonnenwende. Deshalb sind auch Szenen des Johannisfestes zu sehen. In den unbesiedelten Weiten des kleinen Landes kann sich der gestresste Zivilisationsmensch erholen und die "Zweisamkeit mit der Natur" genießen, wie es in der Sprache dieser Doku heißt.

Holzfassaden in Kuldīga, Foto: LP

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Lettland: Generalstaatsanwalt Ēriks Kalnmeiers warnt vor "katastrophalem Niveau" bei der polizeilichen Ermittlungsarbeit PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 23. Oktober 2014 um 13:14 Uhr

Porträtfoto KalnmeiersStaatsdiener sind in Lettland recht gläsern. Auf der Webseite der lettischen Polizei kann man allmonatlich das erzielte Bruttogehalt jedes einzelnen Mitarbeiters erfahren. Der Verdienst der Polizisten dürfte eher Mitleid als Neid hervorrufen. Ein Kārtībnieks, ein Polizist unterer Rangstufe, geht etwa mit monatlich 450 bis 650 Euro brutto nach Hause - und kommt oft nicht mehr wieder. Seine Vorgesetzten verdienen kaum mehr. Häufiger Personalwechsel und unbesetzte Stellen erschweren die Arbeit jener, die noch zum Dienst erscheinen. In einem Morgen-Interview für Latvijas Radio beklagte Lettlands oberster Staatsanwalt Ēriks Kalnmeiers am 22.10.2014 die Folgen: Die polizeiliche Ermittlungsarbeit nähere sich einem "katastrophalen Niveau". Innenminister Rihards Kozlovskis, der für die Finanzierung der Polizei verantwortlich ist, stimmt Kalnmeiers im Prinzip zu, stellt finanzielle Verbesserungen aber frühestens für das Jahr 2016 in Aussicht. Derweil beschwichtigt Lettlands Polizeichef Ints Ķuzis nach einem aktuellen Kriminalfall die Öffentlichkeit.

Ēriks Kalnmeiers, Foto: Ernests Dinka, Saeimas Kanceleja/ Gaujmalnieks auf lv.wikipedia.org, Lizenz

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Rigas "Stūra Māja" - Ausstellungen stellen die Zukunft der ehemaligen Tscheka-Zentrale zur Diskussion PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 18. Oktober 2014 um 06:28 Uhr

Dunkler Flur mit gelb überklebtem FensterStūra Māja" bedeutet "Eckhaus". Das klingt übersetzt ziemlich harmlos. Doch für Letten ist das Wort mit historischem Schrecken verbunden: Das Haus Ecke Brīvibas iela/ Stabu iela war in sowjetischer Zeit die Tscheka-Zentrale. Hier verhörten, folterten und töteten Geheimdienstleute die Regime-Gegner, hier wurden die Beschlüsse zu den Massendeportationen gefasst. Noch bis 2009 nutzte das lettische Innenministerium die Räume. Seitdem steht der Bau des Architekten Aleksandrs Vanags leer. Im Jahr der Kulturhauptstadt Riga erinnerten bis zum 19.10.2014 drei Ausstellungen in der vierten und fünften Etage an die düstere Vergangenheit. Nun steht die zukünftige Nutzung zur Debatte.

Düstere Aussichten für jeden Besucher, Foto: LP

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