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Münster, 24.4.2014
US-Soldaten nehmen an Manövern in Lettland teil – Ex-Verteidigungsminister Artis Pabriks beklagt militärisches Zaudern der Deutschen PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 23. April 2014 um 00:00 Uhr

US-Soldat mit Maschinengewehr in der SteppeDie US-Armee wird Präsenz an der NATO-Grenze zu Russland zeigen. Etwa 600 Soldaten der 173. US-Brigade beteiligen sich in den nächsten Wochen an Militärübungen in den baltischen Ländern und Polen. Ab dem 24.4.2014 werden 150 Angehörige dieser Luftlandetruppe aus dem italienischen Vicenza nach Lettland geschickt. Die Soldaten sollen etwa einen Monat lang bleiben und danach durch andere US-Einheiten ersetzt werden. Zumindest bis zum Jahresende soll us-amerikanische Infanterie in Osteuropa stationiert bleiben. Pentagon-Sprecher John Kirby gab auf us.news.com bekannt, dass die US-Army gemeinsam mit den örtlichen Streitkräften Manöver plane. Wenn man Bodentruppen sende, habe dies nicht nur symbolische Bedeutung. Zudem stellte Kirby klar, dass diese Aktion nur in Absprache mit dem Militär der betroffenen Staaten stattfinde. Andere NATO-Länder hätten Skepsis gegenüber solchen Stationierungen verlautbart. Us.news.com weist in diesem Zusammenhang auf einen Artikel des Saeima-Abgeordneten Artis Pabriks hin. Der ehemalige lettische Verteidigungsminister bezweifelt, ob die Deutschen die osteuropäischen Sicherheitsinteressen ernstnehmen. Aivars Lembergs hingegen, der umstrittene Oligarch aus Ventspils, hält die antirussische Haltung lettischer Politiker für verantwortungslos.

US-Soldat, Foto: Wikimedia Commons

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Lettische Sagen: Ostern zwischen heidnischen und christlichen Mächten PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 19. April 2014 um 00:00 Uhr

Lagerfeuer mit großem Topf zum EierbratenViele vorchristliche Bräuche und Vorstellungen sind in lettischen Sagen zu finden. Sie erzählen u.a. vom Widerstreit zwischen dem alten heidnischen und neuen christlichen Glauben. Wer auf der lettischen Sagenwebseite das Suchwort „Lieldienas“ (Ostern) eingibt, erhält elf Sagen (auch in deutscher Fassung), die künden: Zur Osterzeit wirken die alten Riten nicht mehr. Die Zauberkunst der alten Magier verursacht nur noch Magenbeschwerden und die böse Hexe verstummt. Zudem ist es ratsam, sich dem christlichen Gott zu fügen und nicht auf eigene Faust zu handeln. Doch auf dem Friedhof drohen die Wiedergänger.

Im Rigaer Freilichtmuseum gehört das Eierbraten zu den vorösterlichen Ritualen, Foto: LP

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Bernstein, mythisch und wissenschaftlich betrachtet PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 17. April 2014 um 00:00 Uhr

Die baltische Bernsteinküste hat genügend Raum für süß-melancholische Visionen. Am Abhang der Kiefernküste, wo man auf weißem Strand watet, stört nur selten ein Zeitgenosse die eigenen Vorstellungen. Bis zum Horizont dehnen sich Wald, Sand und Ostsee. Wo die Meereswellen so blau wie der Himmel glänzen, steht die Sonne goldrichtig. Das war nicht immer so. Der leichtsinnige Phaeton, ungeübter Fahrer des Sonnenwagens, hätte diesen beinahe in den irdischen Sand gesetzt. Zeus strafte ihn schwer. Phaeton wurde vom Blitz getroffen. Seine Schwestern, die Heliaden, hatten ihm bei der Sonnen-Rallye geholfen. Sie wurden in Bäume, ihre Tränen zu Bernstein verwandelt - so berichtet es Ovid. Geht man stundenlang, ohne eine Menschenseele treffend, dem Kiefern-Horizont entgegen, erscheint dieses vorgeschichtliche Ereignis durchaus vorstellbar. Die Grenzen zwischen Mythos und Realität verschwinden in der Natureinsamkeit. Seit dem 15.4.2014 zeigt das Rigaer Pauls-Stradiņš-Museum für Medizingeschichte, wie Mythen und Magie einst Teil der Realität waren.

Baltischer Bernstein, Foto: Lämpel auf Wikimedia Commons, Lizenz

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