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Münster, 18.4.2015
Außenminister Steinmeier in Lettland PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 18. April 2015 um 00:00 Uhr

Straujuma und Steinmeier begrüßen sichFrank-Walter Steinmeier hat sich am 17.4.2015 mit dem lettischen Staatspräsidenten Andris Berziņš und Vertretern der lettischen Regierung in Riga getroffen. Das war die letzte Station seiner Reise nach Finnland und in die baltischen Staaten, bei der der Außenminister seine Solidarität mit den EU-Ländern an der Grenze zu Russland bekundete. Mit seinem lettischen Amtskollegen Edgars Rinkēvičs veröffentlichte Steinmeier eine gemeinsame Erklärung. Demnach sollen "Medien und Kommunikation", "Stärkung der Zivilgesellschaft" und "Zusammenarbeit bei Bildung, Aus- und Fortbildung sowie Austausch" Themen gemeinsamer Politik werden. Dahinter steckt die Sorge, dass die russischstämmige Minderheit abtrünnig werden könnte, weil sie sich vorrangig aus russischen Quellen informiert. Die deutsche Regierung unterstützt die Absicht der Letten, den russischsprachigen Bürgern ein staatliches Programm in ihrer Muttersprache anzubieten.

Ministerpräsidentin Laimdota Straujuma begrüßt Frank-Walter Steinmeier, Foto: Toms Norde, Valsts kanceleja auf flickr.com, Lizenz

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Lettland: Konzern Maxima zu Tarifverhandlungen bereit PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 16. April 2015 um 00:00 Uhr

Maxima-FilialeDiscounten bis zum Tiefstpreis ermöglicht dem Rentner, Erwerbslosen oder Geringverdiener, mit wenig Geld am Massenkonsum teilzunehmen: Ob Nordsee-Krabben, chilenischer Lachs, Kleidung oder Computer aus Südostasien, niemand kommt zu kurz, wenn der "Preis spricht", wie eine entsprechende Reklame verheißt. Doch stets gibt es welche, die die Zeche bezahlen, zum Beispiel mit miesen Arbeitsbedingungen. Die Kassiererinnen säßen mit Windeln an der Kasse, weil für den Gang zur Toilette keine Zeit bliebe, hieß es einmal bei einem deutschen Discounterskandal. Das war wohl journalistisch übertrieben, verdeutlichte aber, was Verkäuferinnen und Kassiererinnen täglich leisten und erdulden müssen. Als im November 2013 in Riga-Zolitūde das Dach einer Maxima-Filiale einbrach und 54 Tote unter sich begrub, zeigte sich, was die Sicherheitsvorschriften dieses Konzerns vorsahen: Bis zum letzten Atemzug sollte abkassiert werden. Damals erinnerte sich die Öffentlichkeit an einem zuvor publizierten Artikel der Journalistin Ilze Vēbere. Sie arbeitete mehrere Wochen in einer Maxima-Filiale. Das war die Zeit eines freudlosen Lebens. Nicht nur lange Arbeitszeiten und mäßiger Lohn verdrießten, hinzu kam der psychische Druck, gleichzeitig für schnelle Bedienung an der Kasse und für volle Regale sorgen zu müssen. Defizite bei Kassenschluss sollte sie selber ausgleichen. Ihr fragwürdiger Arbeitsvertrag ermöglichte ihrem Chef, sie nach Bedarf einzusetzen oder ihr abzusagen. Solche Presse hat den Ruf der litauischen Supermarktkette, die auch in Lettland die größte ist, gründlich ruiniert. Es kursierte sogar ein Boykott-Aufruf, der allerdings den Umsatz kaum schädigte. Pēteris Krīgers, Vorsitzender des lettischen Gewerkschafts-Dachverbandes LBAS rief damals die Beschäftigten dazu auf, ihren "sklavischen Gehorsam" zu überwinden und sich gewerkschaftlich zu betätigen. Mitarbeiter wagten nur anonym, in den Medien über ihre misslichen Arbeitsbedingungen zu berichten. Von den etwa 7500 Angestellten sind nur wenige Dutzend Gewerkschaftsmitglied. Dennoch trifft sich die Maxima-Führung seit 2013 mit Vertretern der lettischen Einzelhandelsgewerkschaft LTDA. Am 20.3.2015 informierte die lettische Webseite des Konzerns darüber, dass sich die Geschäftsleitung mit den Gewerkschaftern auf ein Absichtsprotokoll geeinigt hat.

Kleine Maxima-Filiale in Riga Purvsciems, Foto: LP

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Die Eishockey-WM in Prag und Ostrava: Am 1. Mai geht es los, mit Lettland gegen Kanada PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Ralf Hoeller   
Samstag, den 11. April 2015 um 00:00 Uhr

Fassade der Eishockeyhalle in Prag"Ostrava gehört zu den zehn größten tschechischen Städten", heißt es auf der offiziellen Webseite des Ausrichters der Eishockey-Weltmeisterschaft (http://www.icehockey-2015.com). Nun, ganz so tief stapeln müssen sie beim - neben Prag - zweiten Gastgeber nicht. Immerhin ist das mährische Industriezentrum hinter Prag und Brünn Tschechiens drittgrößte Metropole. Zwingend kennen braucht man Ostrava lettischerseits dennoch nicht. Die Vorrundenspiele der izlase werden sämtlich in der Hauptstadt ausgetragen, und die Gegner heißen Kanada, Tschechien, Schweden, Schweiz, Deutschland, Österreich und Frankreich. Die topplatzierten vier Teams qualifizieren sich fürs Viertelfinale, der letzte steigt ab.

Foto der Eishockeyhalle in Prag: „O2 Arena, od Českomoravské“ von Honza Groh. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

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