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Münster, 11.12.2016
„Hooliganismus“ am Nationaldenkmal PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 10. Dezember 2016 um 00:00 Uhr

Ein deutsch-spanisches Pärchen beim Sex erwischt

NationaldenkmalEndlich mal was für die LP-Boulevardrubrik: Ein 23jähiger Deutscher hatte mit einer 21jährigen Spanierin Sex am Allerheiligsten Lettlands: am Nationaldenkmal in der Innenstadt von Riga. Darüber berichtete tvnet.lv am 9.12.16. Sicherlich fühlten sich die beiden unbeobachtet, denn sie frönten ihrer heißen Leidenschaft in der kalten Frühe, um halb sechs Uhr morgens. Die Liebe zu Lettland lässt sich hier mit Kränzen, Blumen und Kerzen bekunden. Körperliche Liebe gilt hingegen als Sakrileg. Dumm für die beiden war, dass der Platz rund um die Uhr mit Videokameras überwacht wird. Schon nach wenigen Minuten erschien ein Polizeiauto. Die Ordnungshüter kamen dennoch zu spät, um gegen den Begattungsvorgang im Rücken der Milda – so heißt die allen Letten bekannte Skulptur auf der Spitze des Denkmals – rechtzeitig einzuschreiten. Wegen geringfügigen Hooliganismus` musste das Pärchen jeweils 250 Euro berappen. Beide zeigten sich reuig und rechtfertigten sich vor den Polizisten, von der Bedeutung des Denkmals nichts gewusst zu haben. Sie erwiesen sich als solvent und zahlten gleich an Ort und Stelle mit der Bankkarte. So profitierte zumindest die lettische Staatskasse. Auf tvnet.lv wird das Geschehen eifrig kommentiert. Falls Sie unten auf „weiterlesen“ klicken, wird Ihnen der Link zum Überwachungsvideo verraten, das auf tvnet.lv veröffentlicht wurde. Die Betreiber der Tvnet-Webseite weisen darauf hin, dass das polizeilich freigegebene Material nur von Zuschauern ab 18 Jahren konsumiert werden darf.

Das Nationaldenkmal, auf der die Milda die drei goldenen Sterne der lettischen Regionen trägt, ist der wichtigste Gedenkort des Landes, Foto: LP

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Flüchtlinge kehren enttäuscht nach Lettland zurück PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Freitag, den 09. Dezember 2016 um 11:51 Uhr
Mucenieki„`Wie denken Sie über Deutschland?`
Was die Leute alles von mir wissen wollen!
`Nach Deutschland mag ich auch nicht gehen.`
`Warum, Deutschland ist doch ein recht hübsches Land (...)`
`Nein, ich mag die Deutschen nicht. Wenn ihnen die Rechnungen vorgelegt werden, dann sind sie die Entsetzten, und wenn sie die Rechnungen nicht bezahlen können, dann sind sie die Besetzten.` (…) Da könnte ich nie die unterste Schicht der Mittelklasse erklimmen und ein wertvolles Mitglied der menschlichen Gesellschaft werden`“
B. Traven: Das Totenschiff
Der lettische Ort Mucenieki, wo sich eine Unterkunft
für Asylbewerber befindet, Foto: Saite

Kein Erbarmen im Hippie-Staat Deutschland

Die lettischen Behörden hatten 23 Flüchtlingen Anfang des Jahres genehmigt, in der Baltenrepublik bleiben zu dürfen. Sie waren aus den Kriegsgebieten in Syrien oder Irak oder vor der Diktatur in Eritrea geflohen, waren in den Aufnahmelagern Italiens und Griechenlands gestrandet und wurden nun im Rahmen eines EU-Verteilungsabkommens nach Lettland gebracht. Im September machten sie Schlagzeilen: Fast alle hatten sich auf den Weg nach Eiropas bagātākā valsts, Europas reichstem Land, Deutschland, gemacht, später auch das letzte Pärchen, das damals noch von lettischen Journalisten befragt wurde. Die lettischen Unterstützungszahlungen erwiesen sich als derart dürftig, dass die Lettland Zugewiesenen nicht einmal eine bescheidene Unterkunft anmieten konnten (Die LP berichtete darüber). Da schien Deutschland die letzte Rettung. Schließlich gilt es wegen seiner Flüchtlingspolitik neuerdings als mitfühlender „Hippie-Staat“, der einem britischen Politologen unheimlich ist. Und die Botschaften des deutschen Journalismus, z.B. „Deutschland ging es noch nie so gut wie heute“ von welt.de, kommen via Internet, in anderen Sprachen verbreitet, auch in ferne Länder an, auch in Afrika, auch im Nahen Osten und auch in den Kriegsgebieten, in denen sich deutsche Waffen befinden. Das Kleingeschriebene, nämlich, dass es zwar der Wirtschaft Deutschlands gut geht, aber längst nicht allen seinen Einwohnern, verschwindet auf der Datenautobahn zwischen Berlin und Mossul. Nun melden lettische Internet-Portale: Diese Flüchtlinge, die Hilfe von den Deutschen erhofften, kehren frustriert nach Lettland zurück. Die deutschen Behörden verweigerten ihnen jegliche Unterstützung.

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Lettische Kunstausstellungen im Dezember 2016 PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 03. Dezember 2016 um 00:00 Uhr

Wie das scheinbar Surreale unsere scheinbare Realität entlarvt

Dimiters: Romeo und JuliaZwei Künstler, die Szenographie an der Rigaer Kunstakademie studierten, haben nun große Werkausstellungen. Der eine stellt das Thema Militär und Krieg zur Debatte, der andere vereint das Unvereinbare zu surrealistischen Visionen. Surreal, unlogisch und ein Ausdruck unseres Seelenlebens ist der Traum, sowohl als unbewusster Nacht- als auch als halbbewusster Tagtraum. Die Kuratoren des Mark-Rothko-Zentrums in Daugavpils motivierten zehn Künstler, ihr Verhältnis zum Traum künstlerisch zu verarbeiten. Im Nationalmuseum gedenkt man der Pastellzeichnerin Felicita Pauluka, die 2014 gestorben ist.

Juris Dimters: Romeo und Julia, Foto: LNMM

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