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Münster, 19.4.2019
Lettische Tierschutzaktivisten von „Dzivnieku briviba“ filmten die Zustände beim Eierproduzenten „Balticovo“ PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Mittwoch, den 17. April 2019 um 00:00 Uhr

Das industrialisierte Ei für fröhliche Ostern – Hauptsache billig und bunt

Ostereier„Die Hühnerhaltung in Käfigen in den Geflügelfarmen ist eine der grausamsten Formen moderner industrialisierter Agrarwirtschaft. Die Eier, die von Hennen in Gefangenschaft gelegt werden, sind ein unethisches Produkt, das im Gegensatz zu den Werten unserer Gesellschaft steht. Den Hennen in den Käfigen werden ihre natürliche Umgebung und ein artgerechtes Verhalten verweigert. Die Tiere bringen den Tag stehend auf einem Metallrost zu, eingepfercht inmitten von Lärm und Schmutz. Die Hennen haben keine Möglichkeit, sich normal zu bewegen oder ihre Flügel auszustrecken. Sie sehen niemals das Tageslicht und haben nie auf einem soliden Grund gestanden,“ dieses Fazit zog Aivars Andersons, der Vorsitzende der lettischen Tierschutzorganisation „Dzivnieku briviba“ (Freiheit der Tiere) angesichts der beobachteten Missstände beim lettischen Eierproduzenten „Balticovo“ (dzivniekubriviba.lv). Im September 2016 hatten Andersons` Mitstreiter die Balticovo-Legebatterien in Iecava, Madona und Daugavpils heimgesucht und dort das qualvolle Leben und Sterben der Tiere heimlich gefilmt. Mehrere lettische Webportale publizierten das Filmmaterial (z.B. nra.lv oder lsm.lv). Inzwischen will Balticovo, der größte baltische Eierproduzent, mit Bodenhaltung neue Märkte erobern. Die Tierschützer vernetzen sich und fordern ein eu-weites Verbot der Käfighaltung.

Bunte Ostereier, Foto: Georgi Kirichkov - Imported from the Archive Team, CC BY-SA 3.0, Link

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Riga: Kunsthalle Arsenals wird ab Sommer renoviert PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 13. April 2019 um 00:00 Uhr

Die Arsenals-Sammlung wird in einem neuen Großlager für Kunstmuseen untergebracht

Kunsthalle ArsenalsDer lang gestreckte Bau an der Torna iela 1 in Riga, vor dem Marmorbüsten an den Eingängen auf dessen heutige Funktion als Kunsthalle hindeuten, gehört zu den denkmalgeschützten Gebäuden und ist als klassizistische Halle der Altstadt ein Teil des UNESCO-Welterbes. Hier finden Lettlands größte Wechselausstellungen der modernen Kunst statt. Hier sahen Besucher beispielsweise eine Auswahl von Werken deutscher Künstler der Nachkriegszeit (LP: hier) oder eine Ausstellung von Bildern, die den Ersten Weltkrieg thematisierten (LP: hier). Doch wer sich die Außenfassade betrachtet, sieht Risse und blättrigen Putz. Bauexperten warnen sogar vor Baufälligkeit und die Kuratorinnen beklagen, dass die Räume für Ausstellungen zu klein sind. Seit Jahrzehnten bestehen Pläne für eine gründliche Renovierung, doch wegen der Finanzkrise vor zehn Jahren blieb die Halle bis heute im maroden Zustand. Nun erklärte die staatliche Immobilienverwaltung VNI, Firmen mit der Sanierung und Renovierung zu beauftragen (vni.lv). Die Arbeiten werden voraussichtlich im Sommer beginnen, das Museum soll für Besucher bis auf weiteres zugänglich bleiben.

Kunsthalle Arsenals, Foto: (WT-shared) Riggwelter at wts.wikivoyage, CC BY-SA 4.0, Saite

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Lettland: Minister Juris Puce schasst den Rigaer Bürgermeister Nils Usakovs PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Dienstag, den 09. April 2019 um 00:00 Uhr

Für die einen eine „politische Show“, für die anderen rechtlich begründet

Juris PuceJuris Puce, Minister für Umwelt und regionale Entwicklung (VARAM), hat am 5. April 2019 den Rigaer Bürgermeister Nils Usakovs seines Amtes enthoben. In einer viele Seiten umfassenden Erklärung begründete das VARAM-Ministerium diese Entscheidung mit einer Reihe von Gesetzesverstößen, die Usakovs zu verantworten habe. Puce, ein Politiker des neuen rechtsliberalen Wahlbündnisses „Attistībai/Par!“ kommt damit einer Forderung der Nationalen Allianz entgegen, die bereits im Dezember des letzten Jahres die Auflösung des Rigaer Stadtrats forderte, in der Usakovs` Partei „Saskana“ mit der Regionalpartei „Gods kalpot Rigai“ eine Koalition bildet. Rigas Bürgermeister hält seine Absetzung für politisch motiviert.

Juris Puce, Foto: Saeima - 13.Saeimas deputātu svinīgais solījums, CC BY-SA 2.0, Saite

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