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Münster, 17.9.2014
Mirage Jazz Orchestra -10! PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Samstag, den 13. September 2014 um 00:00 Uhr

Plakat zum JubiläumskonzertSeit zehn Jahren besteht diese Band erfahrener und bekannter lettischer Jazzmusiker. Einst waren sie in einer Radio-Bigband engagiert und mussten sich um ein regelmäßiges Gehalt, Ausstattung und Auftrittstermine keine Sorgen machen. Doch Mitte der neunziger Jahre löste das Lettische Radio die im ganzen Land bekannte Band auf, die Musiker wurden arbeitslos. Fortan mussten sie mit mehreren Jobs gleichzeitig ihre Familien durchbringen. Doch der Wunsch, dem Publikum professionelle Jazzmusik zu bieten, blieb bestehen. Posaunist Lauris Amantovs gründete das Mirage Jazz Orchestra. Es ist auf den maßgeblichen Festivals im baltischen Raum präsent, tritt mit Solomusikern wie Pascal von Wrobleski oder Stefan Studnicky auf. Die Musik der Jazzband wird vom Trompeter, Komponisten und langjährigen Leiter der Radio Big Band, Gunārs Rozenbergs, geprägt. Er starb 2009, doch die Musiker setzen die Arbeit in seinem Sinne fort. Im Kulturpalast "Ziemeļblāzma" in Riga soll nun das zehnjährige Jubiläum am 18.9.2014 gebührend gefeiert werden.

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Lettland: Rätselraten um mögliche ukrainische oder russische Käufer von Liepājas Metalurgs PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 11. September 2014 um 06:47 Uhr

Geriffelte MetallstangenEs war ein schwerer Schlag für die westlettische Hafenstadt Liepāja: Ihr größter Arbeitgeber, der Stahlproduzent Liepājas Metalurgs (LM) meldete im letzten Jahr Zahlungsschwierigkeiten. 1600 Arbeiter verloren ihre Stelle und der bürgende Staat musste den UniCredit in Höhe von 73,59 Millionen Euro übernehmen. In dieser Woche machen zwei Kaufinteressenten Schlagzeilen: Die ukrainische KVV Group und der russische Millionär Igor Shamis. Obwohl Shamis 13 Millionen Euro mehr bietet, soll die KVV Group den Zuschlag erhalten.

Das Produkt von Liepājas Metalurgs: Moniereisen, Foto: Magnus Manske auf Wikimedia Commons, Lizenz

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Survival Kit 6: Utopian City – In den Brachen der Kulturhauptstadt Riga entstehen Visionen vom besseren Leben PDF Druckbutton anzeigen?
Geschrieben von: Udo Bongartz   
Donnerstag, den 04. September 2014 um 13:41 Uhr

SURVIVAL KIT 6Solvita Krese und ihr Team begrüßen die Pressevertreter in den leeren Hallen einer mehrstöckigen Fabrik. Die Einrichtung wirkt bewusst improvisiert. Ihre Zuhörer postieren sich auf kleinen Pappschemeln. Über der Kuratorin wurde ein biegsames schwarzes Elektrokabel zur Schrift „Survival Kit“ geformt. Der Name dieses Werkgeländes, „Boļševička”, lässt keinen Zweifel, in welcher Zeit hier Arbeiter Textilien produzierten. Heute ist die Boļševička ein verlassenes Gelände unter vielen ähnlichen in Riga. Es liegt am Ganību Dambis, einer motorlärmenden vierspurigen Straße, welche man im Deutschen recht treffend als „Ausfallstraße“ bezeichnet. Ausfälle verschiedener Art prägen die heutigen Großstädte jenseits der aufpolierten Zentren, mit denen die Tourismusbranche wirbt. Die Boļševička ist ein solcher Ausfall. Man nimmt solche sowjetischen Hinterlassenschaften im Alltag kaum noch wahr. Die Organisatoren von Survival Kit, jenes jährlichen Festivals für zeitgenössische Kunst, motivieren, solche Orte wieder genauer zu betrachten. Das Festival ist ein Produkt der Krise, findet seit 2009 jährlich im September statt. Damals beschlossen die Mitarbeiter des Rigaer Zentrums für zeitgenössische Kunst (LMC), die Not zu nutzen. Die zahlreichen leerstehenden Räume der Hauptstadt sollten fortan für Ausstellungen und Veranstaltungen zugänglich werden. So entstand dieses Festival, das gerade in solchen verwitterten Gebäuden eine wichtige Aufgabe der Kunst aufzeigt: Vom Alten zum Neuen zu gelangen, diesen Übergang zur Diskussion zu stellen und zu gestalten. In diesem Jahr, in dem Riga Kulturhauptstadt ist, dauert Survival-Kit fast vier statt zwei Wochen (4. bis. 27. September 2014). Ausstellungszentren bilden die proletarische Boļševička (Ganību Dambis 30) in der Nähe des Vororts Sarkandaugava und der vornehme Wagner-Saal (Riharda Vāgnera iela 4) der Rigaer Altstadt. Das Thema „Utopia“, der Ort des Nirgendwos, reizt zu Kontrasten. Ebenso kontrastreich wie die Ausstellungsorte sind die Inhalte.

Animation: Monika Grūzīte

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